Wohnblock-Umbau beginnt im Frühjahr

Das Mehrfamilienhaus an der Lessingstraße in Flöha steht jetzt leer. Trotz der Verzögerung hält der Vermieter an den Plänen fest.

Flöha.

Hinter der Fassade des Wohnblocks haben die Bauarbeiten bereits begonnen. "Es gibt ein paar kleinere vorbereitende Arbeiten, und wir sind gerade dabei, die Musterwohnung zu bauen", sagt Daniel Kästner. Der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Flöha und Umgebung rechnet damit, dass die sichtbaren Umbauarbeiten im kommenden Frühjahr beginnen.

Die Genossenschaft will an den 1970 errichteten und 1996/97 teilsanierten Wohnblock Lessingstraße 58 bis 70 Fahrstühle anbauen. Damit ändern sich die Grundrisse der 70Wohnungen. Die Bäder sollen größer werden und die Wohnungen barrierefrei. Zirka 4 Millionen Euro will die Genossenschaft investieren. "Der Baubeginn verzögert sich, weil wir den Bauantrag ändern mussten", räumt Kästner ein, der eigentlich in diesem Jahr beginnen wollte.

Der Einbau der Fahrstühle ist komplizierter als gedacht, weil die Fahrstühle von außen bis direkt auf die Wohnetagen führen sollen. In der Regel halten die an Plattenbauten angebauten Fahrstühle in Höhe der Treppenhauspodeste zwischen den Etagen. Das hat aber zur Folge, dass zu den Wohnungen immer noch eine Treppe bewältigt werden muss. Die Wohnungen werden also trotz der Lifte nicht barrierefrei. Das will die Wohnungsgenossenschaft Flöha und Umgebung gern vermeiden. Deshalb werden die jetzigen Bäder zum Treppenhaus und dort sollen die Fahrstühle ankommen.

"Wir mussten bei der Außengestaltung von ein paar Änderungen vornehmen und den Förderantrag noch einmal überarbeiten", sagt Daniel Kästner.

Die Ankündigung der Sanierung im vorigen Jahr hatte bei einigen der teils alteingesessenen Mieter Kritik und Widerstand hervorgerufen. Der Umzugsstress und die veränderten Grundrisse behagten ihnen nicht. Einige der Bewohner kündigten ihre Mietverträge, andere zogen in Ersatzwohnungen um. Daniel Kästner sagt, dass gerade die alteingesessenen Mieter vom barrierefreien Umbau profitieren, weil sie damit vielleicht länger selbstbestimmt in ihrem vertrauten Wohnumfeld bleiben können.

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