Zum Jubiläum gibt's ein Pyramidentreffen

Seit 50 Jahren dreht sich die Eppendorfer Pyramide zur Weihnachtszeit. Die Verantwortlichen haben daher einen ambitionierten Plan geschmiedet.

Eppendorf.

Matthias Simmrodt wird am Wochenende dem kleinen Eppendorfer Weihnachtsmarkt einen Besuch abstatten. Doch bevor er am Glühwein nippen und in die Bratwurst beißen kann, muss er erst mal kräftig in die Hände spucken: Simmrodt ist Chef des Eppendorfer Schnitzerzirkels, in dessen Hoheit die Pflege sowie der Auf- und Abbau der großen Pyramide liegt. Deshalb müssen die Pyramiden-Aktivisten am Samstag zeitig aufstehen, um das gute Stück aufzubauen.

"Wir fangen gegen acht Uhr an. Läuft alles nach Plan, dürfte nach drei Stunden alles fertig sein", sagt Simmrodt. Die fünf Mitglieder der Eppendorfer Schnitzergilde, sowie vier weitere Helfer, werden dabei gegenüber der Gaststätte "Prinz Albert" die Pyramide anpacken. Am Sonntag ist es dann gegen 16 Uhr soweit. Dann bekommt die wertvolle hölzerne Konstruktion den notwendigen Schwung verpasst, um sich drehen zu können.

Die Idee zum Bau der Pyramide wurde 1966 nach Gründung des Schnitzzirkels geboren. Aber erst drei Jahre später konnte das Projekt nach Plänen von Hans Günther durch die Eppendorfer Ehrenamtler tatsächlich umgesetzt werden. Zunächst wurde die beachtliche Handwerks-Arbeit immer vor der alten Schule an der Borstendorfer Straße aufgebaut, seit 1990 hat sie ihren Stammplatz am Albertplatz gefunden. Es gibt also ein Jubiläum zu feiern: Die Pyramide dreht sich seit 50 Jahren im Advents-Takt.

Dieser Jahrestag war für die einheimische Kirchgemeinde auch der Anlass, sich Gedanken über die Würdigung dieses Ereignisses zu machen. Das Ergebnis: "Wir haben in der Kirche Eppendorf eine Ausstellung organisiert, die am Samstag und Sonntag in der Kirche Eppendorf stattfindet", erklärt Gemeindepädagoge Dirk Wolf. Nachdem in den beiden vergangenen beiden Jahren im Gotteshaus erst Krippen und dann Engel zu sehen waren, dreht sich 2019 alles um Pyramiden - und zwar um ganz besondere.

In der Ausstellung in der Dorfkirche sollen 50 Pyramiden, die jeweils mindestens 50 Jahre alt sind, gezeigt werden. Die wertvollen Exemplare können am morgigen Freitag zwischen 17 und 20 Uhr und am Samstag von 9 bis 11 Uhr abgegeben werden. Damit keine Schäden entstehen, sollen die Exponate vom jeweiligen Eigentümer selbst auf und auch wieder abgebaut werden. "Erst dann wissen wir, ob das Ziel von 50 Pyramiden erreicht wird", blickt Dirk Wolf gespannt voraus.

Die Pyramiden-Ausstellung der Eppendorfer ist am Samstag (16 bis 19 Uhr) sowie am 1. Advent von 14.30 bis 19 Uhr in einem speziell ausgewiesenen Teil der Kirche zu sehen. Mit Hilfe einer zusätzlichen Beleuchtungsanlage wird für eine spannende Atmosphäre gesorgt. Der Weihnachtsmarkt wird am Sonntag, 11 Uhr, eröffnet.

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