Zwischen Verkehrschaos und eiskaltem Spaß

Der Winter hat die Region fest im Griff: Bereits seit 3 Uhr in der Nacht waren laut Landratsamt die Winterdienstfahrer der sechs mittelsächsischen Straßenmeistereien im Einsatz. Am Dienstagmorgen rückten dann 48 Fahrzeuge auf Bundes-, Staats- und Kreisstraßen aus, um Schnee zu räumen und Salz zu streuen. Wegen Schneebruchs sind insgesamt sieben Kreisstraßen gesperrt. Darunter auch die K 7702 von der B 173 bis Kirchbach sowie von Oberreichenbach bis Kirchbach, die S 201 zwischen Hartha ("Räuberschänke") und Oederan, die Straße zwischen Hausdorf und dem Abzweig Schönerstadt, die S 203 zwischen der Kreuzung Schönerstadt/Langenstriegis und Mühlbach/Dittersbach sowie die Straße von Oberreichenbach nach Görbersdorf bis zur kommunalen Straße nach Memmendorf. Auf der Hainichener Straße, der Ortsverbindung zwischen Freiberg und Bräunsdorf, ist am gestrigen Dienstag aufgrund der Schneemassen ein Bus liegen geblieben. Er musste von einem Winterdienstfahrzeug abgeschleppt werden. Zu Verkehrsbehinderungen kam es auch auf der B 173 am Oederaner Berg in Richtung Flöha. Dort waren einige Laster wegen des Schnees hängen geblieben. Während die Autofahrer stöhnen, genießen andere das Winterwetter. Auch wenn kein Skilift im Betrieb war und die Öltheke geschlossen blieb, gab es am Wochenende auf dem Skihang in Falkenau eine Premiere: Die Skipiste wurde zur Rodelbahn (Foto rechts oben). Es gab aber keinen Massenauflauf. Die Familien achteten auf ausreichend Abstand zueinander. Entspannt und rücksichtsvoll war die Atmosphäre. Für den örtlichen Skiclub droht es dagegen bereits der zweite Totalausfall in Folge zu werden. Im vergangenen Winter fiel die Skisaison in Falkenau mangels Schnee aus, in diesem Winter gibt es Schnee, aber die Corona-Beschränkungen verbieten derzeit einen Liftbetrieb. Bleibt zumindest ein Corona-regelkonformer Wintersport: Schnee schippen. Frank Hanisch sorgt beruflich als Bauhofmitarbeiter in Flöha und Falkenau für freie Straßen und Wege, am gestrigen Dienstag musste er allerdings auch vor der eigenen Haustür Schnee schieben. In Niederwiesa werden hingegen Wanderer und Spaziergänger von einem fröhlichen Schneemann mit seiner "So geht Sächsisch"-Fahne begrüßt (kleines Foto rechts unten) (mbe/ug/hfj)

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