Baustelle sorgt für Ärger

Von der Sperrung in Burgstädt sind Autofahrer überrascht worden. Etwas Entscheidendes wird vermisst.

Burgstädt.

Mit dem Abfräsen der Goethestraße haben die Sanierungsarbeiten der Herrenhaider Straße in Burgstädt begonnen. Einige Autofahrer wurden am Mittwoch und Donnerstag von der Sperrscheibe überrascht. "Ich kam am Mittwochabend aus Richtung Hartmannsdorf", sagt ein Burgstädter. Er habe das Verbotsschild gesehen, aber keine Bauarbeiten. Daher sei er weitergefahren. Kurz nach der Sperrung habe die Polizei gestanden. "Alle Erklärungen haben nichts genützt", sagt er. Er habe 20 Euro bezahlen müssen. Dabei kritisiert er, dass die Sperrung nicht rechtzeitig angekündigt worden sei. Zudem fehle eine Ausweisung der Umleitung, sagt er.

Eine mangelhafte Ausschilderung beklagt auch Martin Weidner vom Transport- und Agroservice TAS an der Kantstraße. "Unsere Lkw werden bis zur Baustelle gelotst", sagt er. Eine Umleitungsempfehlung an der Mittweidaer Straße oder spätestens am Ahnataler Platz fehle. Die Lkw könnten nicht wenden und müssten über die enge Köbkestraße fahren: "Eine Zumutung." Die Instandsetzung der Straße sei nötig - das sei keine Frage - , aber nicht zu Lasten der Unternehmer, ergänzt er. Zudem habe er keinen Hinweis durch das Rathaus bekommen.

Diese Information hat ein Mühlauer Unternehmer vermisst, der zur Goethestraße wollte. "Nichts ist ausgeschildert, eine Frechheit!" Er verlange von der Stadt als Dienstleister eine bessere Kommunikation, denn auch im Mühlauer Gewerbegebiet, wo bis Montag die Lindenstraße saniert wird, seien betroffene Firmen nicht informiert worden.

Bauamtschef Hannes Langen sagt auf Anfrage: "Wir sind überglücklich, dieses Jahr noch die Straßen sanieren zu können." Mit Baufirma, Verkehrsbehörde und Polizei sei nach der späten Fördermittelzusage versucht worden, schnell Lösungen zu finden. Dabei seien Anordnungen nach und nach vollzogen worden, sodass Donnerstagfrüh noch nicht alle Schilder gestanden hätten. Die Polizei habe die Verkehrsführung auf ihre Richtigkeit kontrolliert und dabei auch "Verkehrssünder ertappt und abgestraft", erläutert er. Für die Information der Anwohner sei die Baufirma verantwortlich, fügt er hinzu.

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