Beschluss soll Bestand der Schulen in zwei Orten sichern

Die Rossauer Gemeinderäte werden zwar nicht gemeinsam tagen, wichtige Entscheidungen werden aber nicht verschoben.

Rossau.

Aufgrund der Coronapandamie hat der Rossauer Bürgermeister Dietmar Gottwald (parteilos) die öffentliche Gemeinderatssitzung am kommenden Montag abgesagt. Handlungsfähig soll das Gremium aber trotzdem bleiben. Laut Ortschef können die dringenden Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst werden. Entscheidungen zu den Schulbezirken, Bauvergaben und die Bestätigung der neuen Gemeindewehrleitung durch die Räte sind nach seinen Angaben aktuell notwendig für den Ort.

Die Räte haben sich mit den Themen bereits beschäftigt. In der aktuellen Situation könne ohne eine direkt vorausgehende Sitzung und öffentliche Diskussion entschieden werden, erklärte Gottwald.

Da im vereinfachten Verfahren Beschlüsse jedoch nur gefasst werden können, wenn kein Gemeinderat dagegen stimmt, schließt er auch Eilentscheidungen nicht aus. Das heißt: Der Bürgermeister entscheidet anstelle des Gemeinderats in dringenden Angelegenheiten, die nicht länger aufgeschoben werden können.

Die Beschlüsse zu den Schulen sollen vor allem Planungssicherheit schaffen, auch für die Eltern der künftigen Grundschüler. Denn für die Kinder aus Oberrossau könnte sich nächstes Jahr etwas ändern: Sie sollen dann in Seifersbach eingeschult werden. Gemeinderat Michael Eismann (Freie Wähler Rossau) erklärte dazu, dass es in Seifersbach noch Reserven gebe, während die Kapazitäten in der Grundschule im Kriebsteiner Ortsteil Grünlichtenberg erschöpft seien. Die Kinder aus Moosheim und Greifendorf würden jedoch weiterhin in Grünlichtenberg eingeschult. In der Zweckvereinbarung mit dem Nachbarort soll die Mitnutzung der Kriebsteiner Schule ab dem Schuljahr 2021/22 auf diese beiden Rossauer Ortsteile beschränkt werden. Dann sollen auch nur noch sie zum Schulbezirk gehören.

Derzeit und im kommenden Schuljahr werden zusätzlich Kinder aus Oberrossau in Kriebstein unterrichtet. Nach der Änderung soll dieses nach Angaben der Kriebsteiner Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler Kriebstein) nur für Geschwisterkinder möglich bleiben. Damit könnte der Bestand der Schulen in beiden Orten sichergestellt werden, sagte sie.

Weiterhin müssten laut Gottwald Bauleistungen für die Begegnungsstätte im Ortsteil Moosheim dringend vergeben werden. Die Gemeinde will in diesem Jahr rund 100.000 Euro investieren, um die Wendeschleife am Vereinshaus in einen Multifunktionsplatz umzubauen. Laut Ortschef sollen 70 Prozent der Kosten aus dem Förderprogrammen der Leaderregion Klosterbezirk Altzella fließen. Die Arbeiten könnten im Mai beginnen. Auf dem Areal sollen eine barrierefreie Bushaltestelle sowie ein Grillplatz mit Pavillon und Sitzelementen entstehen. Verkehrsflächen und Parkplätze sollen ebenfalls in die Maßnahme einbezogen werden.

Ebenfalls dringend notwendig sei laut Gottwald, dass der Gemeinderat die Wahlergebnisses der Freiwilligen Feuerwehr Rossau bestätigt. Wie er erklärte, haben die Mitglieder der Wehr bei der internen Wahl Anfang März den amtierenden Gemeindewehrleiter Steve Mucha und seinen Stellvertreter René Weißenberg einstimmig wiedergewählt. Beide sind laut Ortschef geeignet und bereit, die Verantwortung unter anderem für die Leistungsfähigkeit der Wehr und die Einhaltung von Dienstvorschriften zu übernehmen.

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