Denkmal wird Schritt für Schritt mit Leben erfüllt

Die Hainichener Trinitatiskirche soll nach der Sanierung auch für nichtreligiöse Veranstaltungen genutzt werden.

Hainichen/Frankenberg.

In den vergangenen sechseinhalb Jahren war die Trinitatiskirche zeitweise eine Großbaustelle. Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag feierte die Kirchgemeinde nun mit ihren Gästen den Abschluss der Sanierungsarbeiten. Dabei wurde auch auf die nächsten Veranstaltungshöhepunkte in dem Gotteshaus hingewiesen.

Letzteres soll schließlich auch laut dem Pfarrer-Ehepaar Diemut und Friedrich Scherzer künftig für alle offen stehen. Das betrifft nicht nur die Gottesdienste. So soll in einem Jahr das Abschlusskonzert des Mittelsächsischen Kultursommers in der Trinitatiskirche in Hainichen stattfinden. "Bei einem Fassungsvermögen von rund 1000 Besuchern ist es wichtig, dass auch außerkirchliche Veranstaltungen die Kirche mit Leben erfüllen", sagte Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD). Er erinnerte dabei unter anderem an den Auftritt des Leipziger Thomanerchors im Gellertjahr 2015 und das Festkonzert zum 200. Geburtstag von Friedrich-Gottlob Keller im Juni dieses Jahres statt. Die Gesamtkosten des Bauvorhabens lagen am Ende nach Angaben von Bürgermeister Dieter Greysinger bei rund 1,7 Millionen Euro, allein der zweite Bauabschnitt an der Hülle des mehr 117Jahre alten Bauwerks kostete etwa 1,1 Millionen Euro. Das Gros der Bausumme, also etwa 1,65 Millionen Euro, wurden durch Bund, Freistaat, Landeskirche und Kirchgemeinde, aber ebenfalls durch die Stadt Hainichen gefördert.

Die Kirchgemeinde selbst musste eine Restsumme rund 96.000 Euro aufbringen. Die finanzielle Dimension der nächsten großen Investition, der Sanierung der Sauer-Orgel, schätzt Greysinger auf einen sechsstelligen Euro-Betrag.


Arbeitsgruppe ausgezeichnet

Zu den Preisträgern des Denkmalpreises des Landkreises gehört neben dem Verein Kulturdenkmal Gasthof Wilder Mann Ostrau und dem ehrenamtlichen Denkmalpfleger Andreas Riethig aus Döbeln die Arbeitsgruppe Denkmalschutz in Frankenberg. Gewürdigt wurde mit der Auszeichnung der Frankenberger deren Einsatz für Altbauerhaltung und Heimatkunde. Als Kommunikationsmittel diene der "Tag des offenen Denkmals", zu dem die Arbeitsgruppe Veranstaltungen organisiert. "Mit der eindrucksvollen Revitalisierung des 'Welt-Theaters' ist seit 2009 eine Erfolgsgeschichte geglückt", so der Fachbereichsleiter Denkmalschutz Jörg Liebig. (fp)

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