Etat: Auto für Wehr größter Brocken

Die Gemeinde Rossau will im kommenden Jahr 1,1 Millionen investieren. Um das zu stemmen, ist ein Griff in die Rücklage unumgänglich. Einige Projekte müssen verschoben werden.

Rossau.

Die Rossauer Gemeinderäte haben in ihrer jüngsten Sitzung erneut über den Haushaltsplan für das kommende Jahr beraten. Im Mittelpunkt standen Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen. Das Ergebnis ist eine Liste mit Vorhaben, die von den Räten, Bürgermeister Dietmar Gottwald (parteilos) und der Kommunalverwaltung gleichermaßen als dringend angesehen werden. Diese sollen 2020 umgesetzt werden. Dafür muss die Gemeinde rund 1,1 Millionen Euro einplanen.

Aus den Einnahmen ist das laut Kämmerei nicht zu stemmen. Rossau rechne im nächsten Jahr mit Erträgen in Höhe von knapp 5,4 Millionen Euro, sagte eine Mitarbeiterin. Sie plane dabei mit rund einer Million Euro Gewerbesteuereinnahmen und fast 500.000 Euro aus Grundsteuern. Auf der Ausgabenseite werden nach ihren Angaben allerdings rund 350.000 Euro mehr gebraucht, als voraussichtlich in die Kasse fließen. Das liegt laut Ortschef vor allem an den Kosten für Personal und Kindereinrichtungen. Die Umlage an den Landkreis erhöhe sich nach Angaben der Verwaltungsmitarbeiterin ebenfalls. Rossau müsse dafür im nächsten Jahr mehr als 980.000 Euro berappen, erklärte sie. In diesem Jahr seien es rund 40.000 Euro weniger. Höhere Elternbeiträge für die Kinderbetreuung im Ort oder neue Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer soll es zur Finanzierung der Vorhaben nach dem Willen der Räte jedoch nicht geben. Stattdessen soll Geld aus der Rücklage genommen werden. "Damit ist ein Haushaltsausgleich möglich", bestätigte die Verwaltungsmitarbeiterin.

Die großen Brocken wie die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für die Feuerwehr, einen Brückenneubau in Greifendorf sowie neue Straßenbeleuchtung und einen Multifunktionsplatz in Moosheim könne sich der Ort ohnehin nur leisten, weil es für die Vorhaben erhebliche Zuschüsse gibt, erläuterte Gottwald. Anderes, wie die Sanierung schadhafter Straßenbeläge im Moosheim, müssten hingegen noch warten. "Vielleicht geht es 2021", sagte er.

Für neuen Fallschutz unter den Spielgeräten im Kindergarten Märchenland sowie ein Sonnensegel über einem bisher ungeschützten Sandkasten in derselben Einrichtung will die Gemeinde hingegen kurzfristig sorgen. Rund 16.000 Euro sollen dafür in den Plan. Für zusätzliche Ausstattung des Spielplatzes in Weinsdorf wollen die Räte 4500 Euro ausgeben. Überdies soll es 2020 Investitionen in die Informationstechnik von Gemeindeverwaltung und Kindereinrichtung geben und in der alten Schule in der Kirchstraße 1 durch Umbau einen Feierraum geschaffen werden.

Nachdem die Eckpunkte des Zahlenwerkes nun feststehen, haben Bürger nach Angaben aus dem Rathaus die Möglichkeit, bis zum 7. Januar den Haushaltsentwurf für 2020 in der Gemeindeverwaltung einzusehen. Der Bürgermeister geht davon aus, dass der Haushalt am 20. Januar beschlossen wird.

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