Fahrgastschiffe kommen nun wieder aufs Trockendock

Die Saison an der Kriebstein-Talsperre geht langsam zu Ende. Die Betreiber der Attraktionen rund um den Stausee blicken unterschiedlich auf das vergangene Halbjahr.

Kriebstein.

Am gestrigen Reformationstag haben die Fahrgastschiffe des Zweckverbandes letztmalig in diesem Jahr ihre Runden auf der Kriebstein-Talsperre gedreht. Nun kehrt nach und nach wieder Ruhe ein im Naherholungsgebiet. Wie lief für die Betreiber das Geschäft in diesem Jahr?

Kletterwald: In dieser Saison konnte der Kletterwald rund 15.000 Besucher begrüßen. "Insgesamt können wir ganz zufrieden sein", sagt Betreiber Alexander Persigehl. Der "durchwachsene Sommer" habe der Freizeitstätte zufriedenstellende Besucherzahlen beschert. "Da nicht immer ideales Badewetter war, kamen in den Sommermonaten viele Gäste zu uns." Im Frühjahr und Herbst hätte sich der Betreiber durchaus ein paar mehr Besucher gewünscht. Aber insgesamt sei in etwa das Ergebnis wie in den zurückliegenden Jahren erreicht worden. "Es lief ganz gut." Bis zum 6. November sei der Kletterwald noch geöffnet, dann beginnen die Vorbereitungen auf die Wintersaison. Die Anlage werde winterfest gemacht, mit Reparaturarbeiten werde dann bereits die nächste Freiluftsaison vorbereitet. Alexander Persigehl freut sich schon jetzt, dass unmittelbar neben dem Kletterwald Anfang nächsten Jahres ein neuer Kinderspielplatz entstehen soll. "Darauf haben wir schon lange gewartet", sagt er. Denn der Spielplatz sei eine gute Bereicherung für dieses Gebiet. Während die Größeren klettern, können die Kleinen in unmittelbarer Nachbarschaft in aller Ruhe spielen. Das sei ein guter Mix, der die Angebote an der Talsperre in Zukunft noch attraktiver macht.

Fahrgastschifffahrt: Letztmalig herrschte am Reformationstag Schiffsverkehr auf der Talsperre. "Jetzt nehmen wir nach und nach unsere Schiffe raus, um Reparaturen durchzuführen und sie wieder fit für die nächste Saison zu machen", erklärt Zweckverbandsgeschäftsführer Thomas Caro. Die MS Lauenhain sei bereits auf dem Trockenen. Dort werde zurzeit die Antriebswelle überarbeitet. Die MS Höfchen sei als nächstes dran. Auch dort würden sich Wartungsarbeiten an der Antriebswelle notwendig machen. Bei den Schiffen gebe es immer mal ganz normale Verschleißerscheinungen, die beseitigt werden müssen. Anschließend würden dann die beiden großen Schiffe aus dem Wasser geholt. Dort erfolge dann auch die Wartung und Winterfestmachung. "Mitte November zieht dann Ruhe ein an der Talsperre. Wir nutzen die Zeit, um die nächste Saison vorzubereiten, wir planen den Haushalt und die Veranstaltungen für 2017", so der Geschäftsführer.

Bootsverleih: Am vorletzten Oktober-Wochenende war auch für den Bootsservice Groß in Lauenhain Saisonschluss. Die Boote sind bereits aus dem Wasser. Betreiber Peter Groß blickt angesichts des Wetters in dieser Saison auf ein durchwachsenes Geschäft. In den ersten drei Monaten sei sehr wenig los gewesen. Im August und September sei es dann besser gelaufen. Der Oktober wiederum sei wegen des nassen und kalten Wetters ebenfalls ziemlich schlecht gelaufen. "Wir haben mittlerweile 80 Prozent Stammkundschaft", freut sich Peter Groß über diejenigen Hobby-Bootsfahrer, die über einen langen Zeitraum jedes Jahr wiederkommen, um mit den Ruder- beziehungsweise per Elektromotor angetriebenen Booten auf der Talsperre regelmäßig ihre Runden zu drehen.

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