Kreistag: "weiblicher, jünger, rechter"

Die Fraktionen ziehen ein überwiegend positives Fazit ihrer Arbeit

Freiberg.

"Wir sind eine sehr motivierte und engagierte Gruppe, die stetig daran arbeitet, mit unseren übrigen Freien Wählern in Kontakt zu bleiben und zu kommen", sagt Maria Euchler, die Sprecherin der Freien Wähler. Die eigentliche Arbeit der Fraktion beginne im neuen Jahr, ergänzte sie vor der Sitzung am heutigen Mittwoch. 9 von 16 Fraktionsmitgliedern sind neu. Positiv das Ergebnis auch für Jörg Woidniok, Chef der CDU-/Bauern-Fraktion. "Die Arbeit erfolgt unaufgeregt und verantwortungsvoll."

Weiblicher und jünger mache die erste eigenständige, fünfköpfige Grüne-Fraktion mit zwei Kreisrätinnen den Kreistag, schätzt Fraktionsmitglied Lea Fränzle ein, das mit 22 Jahren jüngste Mitglied. Volkmar Schreiter hält den Zeitpunkt für ein Fazit für zu früh. Seine FDP-Fraktion möchte den bisherigen "kritisch-konstruktiven Dialog mit der Landkreisverwaltung fortsetzen", sagt er. "Das Wohl des Landkreises und seiner Bürger steht im Mittelpunkt." So fasst Linke-Fraktionschef Gottfried Jubelt zusammen. Entgegen den Befürchtungen von Bürgern sei die Arbeit des Kreistages grundsätzlich von hoher Sachlichkeit geprägt. "Es ist aber nicht zu übersehen, dass die Fraktionen von CDU und AfD sehr oft gleicher Meinung sind und auch so abstimmen." Für die SPD sieht es Fraktionschef Axel Buschmann kritischer: "Der Kreistag ist weiter nach rechts gerutscht." (grit)

Kreistagssitzung: Der Kreistag berät am heutigen Mittwoch öffentlich ab 15 Uhr im Beruflichen Schulzentrum "Julius Weisbach" an der Schachtweg in Freiberg. Zu Beginn ist eine Einwohnerfragestunde geplant.

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