Mit grünem Daumen auf der Suche nach Wasser

Kühlen Kopf bewahren - Heute: Gärtner André Köhler

Mittweida.

Nicht nur seine Blümchen haben Durst- auch Salat, Gurken und Tomaten wollen gegossen werden. Für Gärtnermeister André Köhler aus Mittweida ist die aktuelle Hitzewelle schon ein Problem, das er aber zu lösen weiß. "Gearbeitet wird vor allem in den Morgen- und Abendstunden", sagt der Mittweidaer. "Mittags ist eine Siesta, also eine lange Pause, wirklich das Beste."

Gestern war Köhler mit seinem Verkaufsstand wieder auf dem Frischemarkt in Mittweida. Sein erprobtes Mittel gegen die Sonne: Der große Marktschirm, der viel Schatten bietet. Eine Mütze trug er außerdem. "Die Wetterlage macht sich auch auf dem Wochenmarkt bemerkbar", erklärte er. "Die Ferienzeit kommt noch hinzu, so haben wir derzeit deutlich weniger Kunden." Deshalb war für ihn gegen 14.30 Uhr Schluss, zumindest auf dem Markt.

In der Gärtnerei hat er immer zu tun. "Zwei mal täglich muss gegossen werden", so Köhler. "Zum Glück haben wir zwei Brunnen, aber die geben mittlerweile nicht mehr viel her. Also werden wir wohl auf das teure Trinkwasser umsteigen müssen. Regenwasser ist seit Monaten knapp. Das fangen wir auf, aber mit Niederschlägen ist leider nicht so schnell zu rechnen." Die Hitze mache sich auch im Verkauf bemerkbar, Blumen seien weniger gefragt - Gurken, Tomaten, Salat und Paprika hingegen schon. "Und jetzt ist eigentlich die Zeit, um neue Erdbeerpflanzen ins Beet zu bringen", erläutert der Fachmann. "Aber wer will das bei den Temperaturen schon machen, da ist die Nachfrage derzeit gering. Es ist nicht so, dass sich die Pflanzen bei uns stapeln, wir könnten aber mehr davon verkaufen."

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