Neue Pracht in der Blumenhalle

Der Geringswalder Gärtnermeister Falk Horn lässt auf der Landesgartenschau in Frankenberg Blumen blühen. "Freie Presse" begleitet ihn durch die Veranstaltung.

Frankenberg/Geringswalde.

Mittwochabend in der Blumenhalle: Seit 16 Uhr für Besucher gesperrt, geht es in dem Glasbau auf dem Gelände der Landesgartenschau zu wie in einem Ameisenhaufen. Gartenbaubetriebe haben eine Heerschar an Mitarbeitern aufgestellt, denn es zählt jede Minute. Transportwagen versperren die Zugänge, Grünschnitt und Teile von Verpackungen liegen verstreut neben den Präsentationsflächen. Denn die Schau in der Halle wird umgestaltet. Donnerstagfrüh um sechs ist Deadline. Dann muss alles fertig sein. Und diesmal präsentieren sich Rosen in allen nur denkbaren Formen und Farben.

Auch der Geringswalder Gärtnermeister Falk Horn ist mit Verstärkung angerückt. Seine Schau stellt er unter das Motto "Rosen und ihre Begleiter". Ehe es jedoch mit den edlen und empfindlichen Gewächsen losgeht, muss die Kräuterschau abgebaut werden, die in den vergangenen zwei Wochen zu sehen war. Rund eine Stunde sind die Geringswalder damit beschäftigt. "Das war alles reif für den Kompost", konstatiert Falk Horn. Die Hitze der zurückliegenden Tage und nicht zuletzt das Kunstlicht hätten den Pflanzen arg zugesetzt. Zum Abschluss wird der Sand glattgeharkt. Dann sind die 20 Quadratmeter bereit für den nächsten Gartenbaubetrieb.


18 Uhr: Jetzt sind die Rosen dran. 15 verschiedene Sorten arrangiert Falk Horn mit Sohn Sandro und Floristin Steffi Georgi zu einer Gesamtkomposition, in der Ziergräser Akzente setzen. Horn erklärt das Muster. "Der Farbverlauf beginnt im hinteren Teil mit reinem Weiß über Lachs und Rosé." Aufgelockert vom tief dunkelblauen Stich der "Cool Water" laufe die Präsentation dann in knalligem Rot als Blickfang aus.

Horn kennt die Trends. "Gerade bei Rosen kommt verstärkt Nostalgie ins Spiel. Pastellfarben, stark gefüllte Blütenköpfe und große Blumen, die Hobbygärtner auch gern im Topf mitnehmen." Die seien allerdings eher für einen solitären Standort geeignet, wenn die Blütenpracht zur Geltung kommen solle.

Rosenliebhaber sollten nicht allzu viel Zeit für einen Besuch vergehen lassen. "Die Schau steht nur bis zum 10. Juli", erklärt Gärtner Horn. Länger könnten die zarten Blüten bei den sommerlichen Temperaturen nicht am Leben gehalten werden.

Inzwischen ist es abends gegen acht. Und allmählich legt sich der Trubel in der Halle. Floristin Georgi zupft hier und da die Rosen und ihre Begleiter zurecht. Feierabend ist noch lange nicht. Der Kontrollgang entlang der 90 Beete, die die Geringswalder Gärtnerei betreut, steht schließlich noch aus.


Tipp: Mit Pressekarte günstiger

Alle Veranstaltungen im Bereich der Landesgartenschau an zwei Bühnenstandorten sind im regulären Ticketpreis kostenfrei enthalten.

Einzige Ausnahme bildet die Sonderveranstaltung "Leuchtende Gärten" im Mühlbachtal vom 20. September bis 5. Oktober.

Der Eintritt für Erwachsene kostet 16 Euro, mit Pressekarte der "Freien Presse" 15 Euro. Erwachsene können damit eine beliebige Anzahl eigener Kinder oder Enkel bis 17 Jahre kostenfrei mitnehmen. Tickets sind in allen "Freie Presse"-Shops erhältlich. Nur dort gibt es den Pressekarten-Rabatt.

Weitere Beiträge im Internet. www.freiepresse.de/laga2019

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