Pflege: Fachkräftemangel trifft Hainichener Heim

DRK-Kreisverbandschef macht Sachsens Gesundheitsministerin auf drohenden Engpass aufmerksam

Hainichen.

Noch kann im DRK-Altenpflegeheim in Hainichen die gesetzlich geforderte Fachkräftequote erfüllt werden, wonach mindestens 50 Prozent des Pflegepersonals in stationären Einrichtungen ausgebildete Fachleute sein müssen. "Doch wir haben zu kämpfen, diese Quote zu halten", erklärte der Geschäftsführer des DKR-Kreisverbandes Döbeln-Hainichen, Jörg Hirschel, am Montag im Gespräch mit Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU). Hirschel plädierte für eine flexiblere Lösung, die es ermögliche, im Verhältnis zur Anzahl der Fachkräfte mehr Pflegehilfskräfte einsetzen zu können. Denn ausgebildete Fachleute seien schwerer zu bekommen. Zugleich wanderten diese zu Krankenhäusern ab, wo die Verdienstchancen besser seien.

Die Ministerin, die am Montag auf Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Iris Firmenich nach Hainichen ins DRK-Altenpflegeheim an der Ziegelstraße gekommen war, zeigte Verständnis für die Sorge Hirschels. "Es wird noch Diskussionen über die Quote geben", kündigte die Ministerin an. Aber: Man müsse genau hinschauen, ob dies anders organisiert und dennoch die Qualität der Pflege sichergestellt werden könne. Im Hainichener Heim, das mit 85 Bewohnern derzeit voll belegt ist, arbeiten laut Heimleiterin Maria Glöckner insgesamt 77 Angestellte. Davon seien 40 in der Pflege tätig. Und von denen wiederum seien 50,3 Prozent Fachkräfte. Laut Hirschel gebe es vor allem ein Problem, wenn Pflegefachleute durch Krankheit länger ausfallen. (jl)

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