Seenotrettung: Diakonie lädt zu Debatte ein

"Die Mission der Lifeline" läuft im Freiberger Kino

Freiberg/Radebeul.

Die Diakonie Sachsen lädt zu einer Filmvorführung über die Dresdener Hilfsorganisation "Mission Lifeline" mit anschließender Podiumsdiskussion ein. Der Film "Die Mission der Lifeline" des Dresdener Regisseurs Markus Weinberg wird am 24. September im "Kinopolis" Freiberg gezeigt, teilte die Diakonie mit. Darauf folge eine Diskussion mit dem Regisseur, Diakonie-Direktor Dietrich Bauer, "Mission Lifeline"-Gründer Axel Steier und Rahma Rohleder vom Diakonischen Beratungszentrum Vogtland. "Seenotrettung ist für uns als Christen ein Gebot der Nächstenliebe", erklärte Bauer. Eine europäische Lösung zur Verteilung von Flüchtlingen sei dringend nötig. "Es ist inakzeptabel, wenn bei jeder Rettung von Geflüchteten über eine Verteilung innerhalb der EU ständig neuverhandelt werden muss", sagte der Diakonie-Direktor und fügte hinzu: "Wir widersprechen, wenn private Rettungsorganisationen kriminalisiert sowie Rettungsschiffe beschlagnahmt werden und ein Einlaufen in europäische Häfen verboten wird."

"Mission Lifeline" ist seit 2016 im Mittelmeer aktiv, um Flüchtlinge aus Seenot zu retten. Nach der Bergung von mehreren Hundert Menschen in diesem und im vergangenen Jahr sind bereits zwei Schiffe der Organisation beschlagnahmt worden. Kapitän Claus-Peter Reisch wurde von einem Gericht in Malta zu einer Geldstrafe verurteilt. Gegen das Urteil hat er Rechtsmittel eingelegt. Regisseur Weinberg hat die Seenotretter für seinen Film den Angaben nach zwei Jahre lang begleitet - von der Gründung über die Suche nach einem Schiff bis zu den Einsätzen vor der libyschen Küste. (epd)

Die Filmvorführung findet am Dienstag, 24. September, 19 Uhr, im "Kinopolis", Chemnitzer Straße 133, in Freiberg statt. Eintritt: 6,30, ermäßigt 5,30 Euro.

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