So feiert Mittelsachsen in Mittweida

Das Altstadtfest stand ganz im Zeichen des zehnjährigen Bestehens des Landkreises. Weitere Veranstaltungen sind aus diesem Anlass geplant.

Mittweida.

Tänzerinnen aus Döbeln, Rockmusik aus Hartha, Märchenerzähler aus Freiberg: Beim diesjährigen Mittweidaer Altstadtfest zeigte Mittelsachsen seine vielen Facetten. Das zehnjährige Bestehen des Landkreises wurde mit einem erweiterten Bühnenprogramm gefeiert, an mehreren Ständen präsentierte sich die Kreisverwaltung. Zudem stellten sich auf einer Blaulichtmeile die Kreiskrankenhäuser Freiberg und Mittweida, der Katastrophenschutz und Rettungsdienste vor. Auf sie habe sich die Kreisreform positiv ausgewirkt, sagte Tom Kallweit, der die Freiwillige Feuerwehr Flöha repräsentierte: "Wir haben jetzt mehr Einsatzkräfte, mehr Fahrzeuge und Materialien. Somit sind wir für Katastrophenfälle besser gewappnet."

Auch auf administrativer Ebene funktioniere der Zusammenschluss der früheren Altkreise Freiberg, Mittweida und Döbeln gut, erklärte Mittelsachsens Landrat Matthias Damm (CDU). Dass sich aber längst nicht alle Bewohner mit dem Kreis identifizieren, sei ihm bewusst. Viele Menschen würden Wert auf regionale Identitäten legen, die erhalten bleiben sollten. "Nicht jeder muss sich als Mittelsachse fühlen, aber jeder sollte sich hier wohlfühlen", sagte Damm.

Wie gut sich die Festbesucher in Mittelsachsen auskennen, testete die Mittelsächsische Kultur gGmbH an ihrem Stand in der Weberstraße mit einem Quiz. Etwa sechs bis sieben der insgesamt zehn Fragen hätten die meisten Besucher problemlos beantworten können, schätzte eine Mitarbeiterin - zum Beispiel warum Döbeln auch "Stiefelstadt" heißt oder welches Stück in diesem Sommer auf der Seebühne Kriebstein Premiere hatte. Dass Alexander von Humboldt einst in Freiberg studierte, sei dagegen nur wenigen bekannt gewesen.

Die genaue Besucherzahl des Altstadtfests lag bis Redaktionsschluss nicht vor. Constanze Winkler, Leiterin des Sport- und Kulturbetriebes, schätzte allerdings, dass - wohl aufgrund der Hitze - etwas weniger Gäste vor Ort waren als im Vorjahr. Damals hatten rund 12.500 Menschen das Fest besucht. Ihr Fazit fällt dennoch positiv aus: Die Stimmung sei ausgelassen gewesen, Landkreis und Stadt hätten einander gut ergänzt und mit ihren Angeboten gegenseitig befruchtet.

Mit dem Ende des Altstadtfestes in Mittweida sind die Veranstaltungen zu zehn Jahren Landkreis Mittelsachsen noch nicht vorüber. Nächster Höhepunkt ist der Empfang des Ehrenamtes am 31. August im Tivoli in Freiberg. Als Abschluss folgt am 7. September das Mittelsachsenforum im Volkshaus Döbeln.

Eine Bildergalerie mit Eindrücken vom Altstadtfest finden Sie unter:

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