Sparkasse behebt Mangel an Hainichener Filiale

Mehr als ein Jahr nach dem Umbau erhalten nun auch behinderte Kunden Zugang zur Bank. Zu der guten Nachricht will das Kreditinstitut nichts sagen.

Hainichen.

Ab jetzt können auch die Menschen, die zum Beispiel auf einen Rollstuhl angewiesen sind, bequem ins Sparkassengebäude in Hainichen am Gellertplatz gelangen, auch außerhalb der derzeit wegen der Corona-Krise eingeschränkten Öffnungszeiten. Dazu hat das Kreditinstitut einen Treppenlift an den Eingang der Filiale installieren lassen.

Genau dieser fehlende behindertengerechte Zugang hatte schon kurz nach der Wiedereröffnung der umgebauten Filiale im Dezember 2018 für öffentliche Kritik von Bürgern, Stadträten sowie Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) gesorgt. Zumal das Kreditinstitut die Außenstelle für rund eine Million Euro zur "Filiale der Zukunft" mit geräumigeren Räumen und moderner Technik umgebaut hatte. Doch der barrierefreie Zugang war im Zuge der Baumaßnahmen nicht realisiert worden. Und obwohl es eigentlich mit dem Treppenlift nun eine für die Sparkasse Mittelsachsen gute Nachricht ist, welche sie hätte verkünden können, hat sich deren Sprecherin Indra Frey zum Thema Treppenlift in Hainichen nicht äußern wollen, Nachfragen der "Freien Presse" dazu ließ sie unbeantwortet und überließ es allein dem Hainichener Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) dazu etwas zu sagen. Der freute sich, gerade jetzt "in Zeiten von Corona", über die für seine Stadt "positive Meldung". Noch vor etwa einem Jahr erklärte die Sparkassen-Sprecherin, man habe Verständnis für Kunden, die sich einen barrierefreien Zugang wünschen. Doch den "ergebnisoffenen Gesprächen" über eine Lösung folgte lange keine Reaktion.


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