Wasser bleibt knapp für manche Greifendorfer

ZWA baut Anschlüsse an zentrale Versorgung nun bis Ende November

Greifendorf.

Im Rossauer Ortsteil Greifendorf sind die Arbeiten zum Neuanschluss von Wohngrundstücken an das öffentliche Trinkwassernetz angelaufen. Darüber informierte Gemeinderat Gerold Richter (CDU) zur jüngsten Sitzung des Gremiums. Der Gemeinderat hatte sich vor reichlich einem Monat vehement dafür eingesetzt und beschlossen, den Zweckverband Kommunale Wasserver-/Abwasserentsorgung Mittleres Erzgebirgsvorland (ZWA) mit 10.000 Euro zu unterstützen, wenn er schneller als bislang geplant die bisher noch nicht angeschlossenen Grundstücke ans zentrale Trinkwassernetz anschließt. Die Zusicherung des ZWA, dass in Greifendorf im Zeitraum bis 2021 gebaut werden soll, genügte den meisten Gemeinderäten nicht.

Der trockene Sommer hat im Unterdorf des Rossauer Ortsteils etliche Brunnen zum Versiegen gebracht. Weitere Brunnen liefern kaum noch das Nötigste an Wasser. Da im Ort noch nicht alle Grundstücke mit an die zentrale Trinkwasserversorgung angeschlossen sind, ist die Situation aus Sicht von Betroffenen und Gemeinderäten prekär. Die Wasserknappheit in Greifendorf hält immer noch an, wie der technische Geschäftsleiter des ZWA, Ulrich Pötzsch, erklärte: "Die Regenfälle in den vergangenen Wochen haben noch nicht zu einer ausreichenden Neubildung von Grundwasser geführt." Deshalb versorge der ZWA betroffene Greifendorfer weiterhin mit Trinkwasser aus Containern. Mit einer Notversorgung, unter anderem mit Wassertanks auf Grundstücken, hatte der in Hainichen ansässige Verband bereits im Sommer dieses Jahres auf die Wasserknappheit reagiert.

Wie Geschäftsleiter Pötzsch nun auf Anfrage der "Freien Presse" sagte, sollen zwölf Grundstücke noch in diesem Jahr einen Hausanschluss erhalten. Die Rohre dafür seien schon in der vorigen Woche zusammengeschweißt worden und lägen bereit, erklärte er. In dieser Woche habe ein Unternehmen aus dem Ort mit den Tiefbauarbeiten begonnen. Der Einbau der neuen Leitung solle im Anschluss überwiegend im Bohrspülverfahren erfolgen. Dabei werden die Rohrleitungen verlegt, ohne Gräben anzulegen. Mittels Bohrung wird zwischen Start- und Zielgrube ein Kanal hergestellt, in dem das Rohr eingezogen wird. Nach Angaben des Geschäftsleiters sollen die Arbeiten je nach Wetter bis Ende November oder Anfang Dezember geschafft sein.

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