Wenn es Hochschul-Professoren mal so richtig krachen lassen

Der Naturwissenschaftler Röbbe Wünschiers und der Ingenieur Ralf Hartig gehören zu den Stammdozenten der Kinderuni. Sie sind für aktionsreiche Vorträge bekannt.

Mittweida.

Das Publikum im Hörsaal ist den beiden Professoren Röbbe Wünschiers (48) und Ralf Hartig (53) von der Hochschule Mittweida zwar vertraut, und doch ist eine Vorlesung der Kinderuni für die beiden etwas Besonderes. Schon allein die Vorbereitung beanspruche mehr Zeit und sei aufwendiger, als ein Vortrag vor Studenten, wie Wünschiers und Hartig bestätigten. Man könne nicht sein Wissen direkt weitergeben, sondern müsse es mit den Kindern gemeinsam aufarbeiten, sagt Wünschiers, der Biochemie lehrt und selbst drei Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren hat.

So sind beide Professoren auch in den vergangenen Wochen damit beschäftigt gewesen, die nächste Kinderuni-Vorlesung am Samstag vorzubereiten. Dabei können sie auf Erfahrungen ihres jüngsten Auftritts im Jahr 2017 zurückgreifen, mit dem sie im Hochschul-Jubiläumsjahr vor außergewöhnlicher Kulisse im Spiegelzelt auftraten. So wie vor zwei Jahren soll es auch am Samstag, diesmal im Hörsaal, laut den Professoren auch wieder "krachen und puffen". So werde beispielsweise eine Knallgasreaktion vorgeführt. Hartig ergänzt, dass es zum Thema Wasser ebenso einen großen Bezug zur Umwelt und Natur geben wird. Wichtig sei ihnen dabei eine Mischung aus einem klaren, strukturierten "Fahrplan" für die Vorlesung und einer Menge Spontanität, die sie vor den Studenten eher nicht benötigten. Vor den Kindern überwiege im Gegensatz zu dem streng sachlichen Auftreten vor Studenten der Spaß, das Staunen und das Lachen. Schwierig sei die kürzere Aufmerksamkeitsspanne der Kinder, die zudem unterschiedlichen Alters seien, erklärt Hartig, der vor Studenten sonst über regenerative Energien spricht und ebenfalls Vater ist. Dennoch dürfe man die Kinder nicht unterschätzen. "Kinder verstehen manchmal erstaunliche Dinge", sagt Wünschiers. Bei der Kinderuni wollten sie "Impulse geben, die die Kinder später weiterverarbeiten können". Die Referenten müssten die Mädchen und Jungen aus Welten der Online-Spiele und Filme abholen und zu den Wissenschaften führen, so Hartig. Eine Aufgabe, derer sie sich gewachsen fühlen: "Wir sind ein gutes Team", erklärt Wünschiers.


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