WG: Steil nach oben dank Großinvestition

Der Anbau von sieben Aufzügen an der Paul- Fleming-Straße ist dieses Jahr mit 1,4 Millionen Euro das teuerste Projekt der Mittweidaer Wohnungsgenossenschaft.

Mittweida.

Ihre Wohnungen erreichen die Mieter im Häuserblock an der Mittweidaer Paul-Fleming-Straße 29 bis 41 derzeit durch den Kellereingang. Auch Briefkästen und Klingelschilder wurden dorthin verlegt. Denn die Vorderseite des Blocks ist aktuell noch eine große Baustelle: An den Treppenaufgängen lässt die Wohnungsgenossenschaft Mittweida eG (WG) Aufzüge anbauen.

Mit den Planungen wurde laut Jutta Bornemann, Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der WG, bereits im vergangenen Jahr begonnen. Der Baustart sei dann mit dem Beginn der Coronakrise im März zusammengefallen. Die Arbeiten lägen genau im Zeitplan: Für die kommenden Wochen sei die technische Prüfung der neuen Aufzüge geplant. Bis spätestens Ende November sollen die Treppenhäuser, die für den Anbau aufgerissen wurden, den letzten Schliff erhalten. Die äußere Fassade hat bereits einen frischen Anstrich erhalten.

"Die Aufzüge sind natürlich eine große Erleichterung für unsere älter gewordenen Mieter", sagt Bornemann. Die 70 Wohnungen im Inneren des 1976 gebauten Häuserblocks seien zu gut drei Vierteln noch von Erstmietern bewohnt. In dem Fünfgeschosser gibt es sowohl Zwei-, als auch Drei- und Vier-Raum-Wohnungen. Fünf davon stünden derzeit leer und sollen grundlegend saniert werden - auch unter Berücksichtigung der Wünsche künftiger Mieter, so die Vorstandsvorsitzende.

Auf die Mieter kommt aufgrund der Maßnahme eine sogenannte Modernisierungsumlage von durchschnittlich 80 Cent pro Quadratmeter zu. Zudem steigen mit den Aufzügen die Betriebskosten. Bislang betrage die Durchschnittsmiete in dem Block 4,10 Euro pro Quadratmeter.

Für Jutta Bornemann, seit Ende 2017 WG-Vorstandsvorsitzende, ist es das erste Bauprojekt dieser Art. Der Wohnblock an der Lauenhainer Straße 43 bis 53 allerdings wurde vor sechs Jahren von ihren Vorgängern als erster im WG-Bestand mit Aufzügen ausgestattet. "Auf diese Erfahrungen konnten wir nun zurückgreifen", so Bornemann. Ob weitere Anbauten folgen, sei derzeit noch nicht absehbar. "Aber wir müssen etwas machen", erklärt sie. "Denn unser Durchschnittmitglied ist 63 Jahre alt."

Bei der WG ist das Projekt die größte Investition in diesem Jahr. Mehr als die Hälfte der Investitionskosten von etwa 2,5 Millionen Euro fließt hinein. Bereits abgeschlossen ist der Anbau von neun Balkonen an der Goethestraße 20. Hinzu kommen eine Fassadensanierung und mehrere kleinere Erneuerungen im Inneren von Gebäuden und Wohnungen.

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