Wie man in der Hitze einen kühlen Kopf bewahrt

"Freie Presse" besucht die Experten - Heute: Jan Seitz im Freibad

Mittweida.

Es wird wohl die (bislang) heißeste Woche des Sommers. Und da muss man natürlich einen kühlen kopf bewahren. Unter dieser Überschrift hört sich "Freie Presse" deshalb um, was Menschen in der Region zu sagen haben, die unmittelbar mit der Hitze zu tun haben.

Den Auftakt macht Jan Seitz, Fachangestellter für Bäderbetriebe in Mittweida. Sein Arbeitsplatz ist das Freibad, Abkühlung sollte also kein Problem sein. Ins Wasser kommt er während seiner Dienstzeit aber nur im Notfall. Kurze Hose und T-Shirt sind seine Dienstkleidung. "Oben ohne" will er auch gar nicht gehen, denn Sonnenschutz erachtet er als sehr wichtig. Deshalb trägt er meist auch eine Kappe.

Den Sprung ins kalte Nass kann er gar nicht empfehlen, die Dusche davor sei ein Muss, nicht nur aus hygienischen Gründen. "Wenn der Körper schlagartig abgekühlt wird, kann das sehr gefährlich werden", erläutert Seitz. "Das Wasser der Dusche ist zwar kälter als das im Becker, man kann sich aber allmählich daran gewöhnen." Seine anderen Hinweise sollten bekannt sein: Viel trinken, auch mal den Schatten aufsuchen und Sonnencreme nicht vergessen. "Kleinkinder sollten ohnehin nie in die pralle Sonne." Das Babybadebecken in Mittweida habe zur Sicherheit ein Sonnensegel.

Mit mehr als 1000 Besuchern täglich rechnet der Bademeister in dieser Woche. Für ihn heißt das, das Becken immer im Auge zu haben. Somit könne er nicht überblicken, wenn jemand auf der Wiese zu lange in der Sonne "brutzelt". Den allgemeinen Gesundheitszustand habe er aber immer im Blick, wenn sich Personen dem Wasser nähern. "Wer zu lange in der Sonne war, kann schnell auch mal bewusstlos werden", warnt Seitz. Er selbst habe zum Glück noch nie einen Sonnenstich oder Hitzschlag miterleben müssen.

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