Winterdienst: Neue Fahrzeuge im Einsatz

Die sechs Straßenmeistereien in Mittelsachsen sind auf Schnee und Eis vorbereitet. Dafür wurde auch einiges investiert.

Hainichen/Freiberg.

Laue Temperaturen und viel Sonnenschein: So recht wollte das Wetter zum der Tag der Winterbereitschaft am gestrigen Mittwoch nicht passen. Doch die Vorbereitungen auf die Wintersaison in den Straßenmeistereien in Freiberg, Döbeln, Rochlitz, Mühlau, Hainichen und Brand-Erbisdorf haben längst begonnen. Der 1. Beigeordnete des Landrats, Lothar Beier, war deshalb in Freiberg vor Ort, um sich davon zu überzeugen, dass die Straßenmeistereien gut vorbereitet sind.

Mehr als 8000 Tonnen Salz sind eingelagert, ein Teil davon in den Außenlagern in Rechenberg-Bienenmühle und Neudorf. Weitere 12.000 Tonnen können bei Bedarf abgerufen werden. 24 Fahrzeuge des Landkreises, darunter Lkw, Unimog und Multicar, stehen neben 32 Fahrzeugen von vertraglich gebunden Firmen im Kampf gegen Schnee und Eis zur Verfügung.

"Wir haben in diesem Jahr außerdem in neue Technik investiert", sagte Lothar Beier. "Für 460.000 Euro wurden ein Zwei-Achs-Lkw sowie ein Unimog angeschafft." Die Fahrzeuge würden in der Straßenmeisterei Hainichen beziehungsweise Rochlitz zum Einsatz kommen. Der Landkreis habe sich mit 40 Prozent an den Kosten beteiligt, der Rest kam aus Fördergeldern von Bund und Freistaat.

Zudem wurden 150.000 Euro aus dem Kreishaushalt für eine neue Soleerzeugungsanlage und zusätzliche Lagertanks in Freiberg zur Verfügung gestellt. Mit der Sole wird das Streusalz angefeuchtet, damit es auf der Straße schneller wirkt und nicht verweht wird. "Die Lagertanks sehen ein wenig so aus wie die Triebwerke eines Space Shuttles", bemerkte Beier. 80.000 Liter können so auf Vorrat lagern.

Derzeit würden die Schneezäunen an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen auf einer Länge von insgesamt von 60 Kilometern aufgebaut.

In der vergangenen Saison waren die sechs Straßenmeistereien durchschnittlich 119 Tage im Einsatz, 11.500 Tonnen Streusalz wurden verbraucht. Neben dem Dank an die Mitarbeiter appellierte Lothar Beier auch an die Autofahrer, mehr Rücksicht gegenüber den Winterdienstfahrzeugen zu nehmen. Denn immerhin müssten diese etwa 1600 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen, zum Teil auch rund um die Uhr, von Schnee und Eis freihalten.

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