Wo man zu Himmelfahrt einkehren kann

Wanderer, Radfahrer und Paddler werden zum Feiertag unterwegs sein. Doch wegen der Coronakrise ist einiges anders.

Muldental: Ausflügler können am Donnerstag erstmals nach den Corona-Beschränkungen Schloss Rochsburg besuchen. Dort sind mehrere Ausstellungen zu sehen. Außerdem lädt die Schokoladenmanufaktur von 12 bis 18 Uhr zu einem Besuch ein. "Schokoladen und Getränke können verkostet werden", sagt Inhaber Patrick Walter. Auf dem Weg dahin laden Gaststätten zum Besuch ein. Am Fuße der Rochsburg kann man im Gartencafé Schievelbein und im "Manhattan" einkehren.

Die Gaststätte "Zur alten Bäckerei" in Burgstädt liegt direkt am Wanderweg zu Schloss Rochsburg. "Wir empfangen Gäste ab 10 Uhr", sagt Chefin Jana Kiehl. Wegen der Corona-Auflagen sei der Biergarten vergrößert worden, um den Abstand zwischen den Gästen einhalten zu können. Auch das Landhotel "Goldener Löwe", ebenso an der Burkersdorfer Straße, empfängt ab 8 Uhr Gäste. "Unser Biergarten ist großzügig, da finden alle mit genügend Abstand Platz", sagt Inhaber Ullrich Schleußner. Das Restaurant "Seebrücke" im Sportzentrum am Taurastein bleibt dieses Jahr allerdings geschlossen, sagt André Hahn, Chef der Verwaltungsgesellschaft ABS. Die Gaststätte sei kein Ausflugslokal, und der Bad- und Saunabetrieb sei noch nicht möglich. Dagegen lädt der SV 1920 Herrenhaide zur Einkehr auf den Waldsportplatz ein.

Nicht nur Wanderer und Radfahrer zieht es bei schönem Wetter ins Muldental. Auch Paddler sieht man auf der Zwickauer Mulde. Sven Kaltofen bietet Kajaktouren von Waldenburg nach Wolkenburg an. "Eine telefonische Anmeldung ist notwendig", sagt der Betreiber. Ab 10 Uhr ist zu Himmelfahrt eine Tour möglich (0176 65093309 oder 0172 5729017). In Wolkenburg laden zwei Cafés zu einem Besuch ein. "Wir empfangen Gäste ab 10 Uhr", sagt Betreiber João Hermisdorff. Der Brasilianer betreibt eine Kaffeerösterei samt Café in Penig und hat dieses Jahr sein Ausflugscafé in Wolkenburg eröffnet. Auch die Wirtsleute vom Brückencafé gegenüber freuen sich über Gäste.

Chemnitztal: Entlang des Chemnitztalradweges laden Gaststätten zu einer Einkehr ein. Der Auerswalder Mühlenkeller öffnet ab 13 Uhr. "Schon am Sonntag haben etwa 100 Mann bei uns haltgemacht", sagt Matthias Gluba. Die Wiese biete genug Platz, um mit Abstand einen Imbiss einzunehmen. Viele Familien würden auf Decken Picknick machen und dann weiterradeln, sagt der 67-Jährige. Der Imbiss von Rocco Ehnert gleich nebenan bleibt aber noch bis Montag geschlossen. "Wir haben zwar ein Hygienekonzept entwickelt, aber am Männertag wollen wir das Risiko noch nicht eingehen - weil es schwer wird, Abstand zu halten", sagt Ehnert. Etwa 100 Gäste hätten bisher an Biertischgarnituren Platz gefunden. Jetzt werde die Anzahl auf die Hälfte reduziert. Weiter am Chemnitztalradweg in Markersdorf organisieren die Eisenbahnfreunde von 10 bis 18 Uhr Fahrten mit der Museumsbahn. Schausteller, die zurzeit nicht arbeiten können, und Vereinsmitglieder laden zum Imbiss am Bahnhof und am Haltepunkt Diethensdorf ein, sagt Vereinschef Robin Helmert.

Zschopautal: Rechts und links der Zschopau finden Ausflügler einige Einkehrmöglichkeiten. Erstmals nach den Corona-Beschränkungen öffnet die Gaststätte Zschopautal in Kriebstein wieder. "Wir haben viele Stammkunden, die zum Mittagstisch kommen", sagt Wirtin Peggy Richter. Geöffnet ist von 11 bis 16 Uhr. Wegen der Hygienevorschriften rechnet sie nicht mit einem Andrang wie in den Vorjahren, denn Männertagsgruppen dürfen wegen der Vorschriften - Beisammensein nur von zwei unterschiedlichen Hausständen erlaubt - nicht unterwegs sein. Flussaufwärts kommt man zur Talsperre Kriebstein, wo die Schifffahrt wieder möglich ist - allerdings mit Mund- und Nasen-Schutz. Burg Kriebstein und der Kletterwald sind auch wieder offen, sagt Michaela Czeschka, die Inhaberin der Seeterrassen. "Ab 10 Uhr öffnet unser Imbiss, der Biergarten bietet genügend Abstand zwischen den Gästen", fügt sie hinzu.

Oberhalb der Zschopau laden Park und Schloss Lichtenwalde zum Besuch ein. "Das Vitzthum" im Schloss empfängt ab 11 Uhr seine Gäste. "Auf der Terrasse und im Gastraum sind genügend Platz und Abstand", sagt Wirtin Gesine Hunger. Für die Gäste sei alles unkompliziert, serviert werde mit Mund- und Nasen-Schutz. Direkt an der Zschopau in Braunsdorf öffnet zu Himmelfahrt der "Emil", wie die Bahnhofsgaststätte liebevoll genannt wird. Einige hundert Meter weiter in Flöha liegt direkt an der Zschopau die Finkenmühle. Gastwirtin Yvonne Rietschel empfängt ab 11 Uhr durstige Wanderer. Um eine telefonische Reservierung werde aber gebeten, um die nötigen Abstandsregeln einhalten zu können. Auf der Terrasse gibt es von 10 bis 18 Uhr Essen und Trinken zum Mitnehmen, ergänzt sie.

Oberhalb der Zschopau thront Schloss Augustusburg. Viele Gaststätten haben wieder in der Stadt geöffnet - so auch die Gaststätte "Höckericht". "Ab 10 Uhr werfen wir den Grill an", sagt Chef Heiko Küchler. Er hoffe auf viele hungrige Wandersleute. Normalerweise hat er Donnerstag Ruhetag.

Flöhatal: Bevor die Flöha in die Zschopau mündet, findet man am Rad- und Wanderweg an der Flöha eine Reihe von Ausflugszielen. Die Bauernschänke "Zum Pomselberg" empfängt in Flöha nach der verordneten Schließzeit wieder ihre Gäste. "Ab 11 Uhr freuen wir uns auf Besucher", sagt Chefin Claudia Otto. Wegen der Hygienevorschriften seien weniger Tische in den Gasträumen aufgestellt und der Biergarten sei so verändert worden, dass die nötigen Abstände eingehalten werden können. In Falkenau ist die Gaststätte "Zur Falkenhöhe" seit Freitag wieder empfangsbereit. Zu Himmelfahrt ist ab 11.30 Uhr offen.


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