Afrikanische Schweinepest vor deutscher Grenze gemeldet

Bad Muskau/Warschau (dpa/sn) - Die Afrikanische Schweinepest ist nach Angaben der Bundesregierung noch näher an die deutsch-polnische Grenze herangerückt. Ein positiv getesteter Wildschwein-Kadaver wurde nach Angaben des Agrarministeriums vom Donnerstag 21 Kilometer von der Grenze entfernt gefunden. Nach Informationen der polnischen Zeitung «Gazeta Wyborcza», die sich auf Angaben der Veterinärbehörde stützt, sollen zwei der neuen Fälle im Kreis Zary in der Woiwodschaft Lebus aufgetreten seien. Die Stadt Zary (deutsch: Sorau) liegt südöstlich von Cottbus (Brandenburg) und nordöstlich von Bad Muskau. Dem Blatt zufolge ist nicht klar, ob die Wildschweine verendet sind oder abgeschossen wurden.

Insgesamt seien dem Ministerium acht neue Schweinepest-Fälle von den polnischen Behörden angezeigt worden, hieß es. Ein weiteres mit dem Virus infiziertes totes Wildschwein lag demnach 32 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Bisher betrug die kürzeste Entfernung eines bekannten Falles in Polen zur Grenze nach Deutschland 40 Kilometer.

Das polnische Parlament hatte in seiner letzten Sitzung vor Weihnachten eine Gesetzesreform verabschiedet, die den Einsatz von Polizisten, Grenzschützern und Soldaten zum Abschuss von Wildschweinen ermöglicht.

Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Die deutschen Bauern sind aber besorgt. Denn beim ersten Nachweis bei einem Wild- oder Hausschwein würde Deutschland den Status als «seuchenfrei» verlieren, es drohten Exportstopps für Schweinefleisch etwa nach Asien.

1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    Interessierte
    04.01.2020

    Es ist schon schlimm , was alles so nach Deutschland / Europa kommt und dann vor allem Krankheiten mitbringen ..
    Schweine , Mücken , Spinnen , Biber , Waschbären …..
    Als Europäer nach Amerika kamen wurden die Ureinwohner auch fast ausgerottet ...



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