Arbeitgeberpräsident: AfD-Stärke bereitet Wirtschaft Sorge

Berlin (dpa) - Die Arbeitgeber haben besorgt auf das starke Abschneiden der AfD bei den Wahlen im Osten reagiert. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer sagte am Sonntag: «Die relative Stärke der AfD in Sachsen und Brandenburg bereitet uns Arbeitgebern zunehmend Sorge, da die verbalen Äußerungen führender Parteimitglieder geeignet sind, den guten Ruf der auch in diesen Bundesländern international tätigen Wirtschaft zu schädigen.»

Kramer sagte weiter: «Dass die klassischen anderen Parteien es als Erfolg ausweisen, dass die AfD jeweils nur zweitstärkste Kraft geworden ist, verkennt die Tatsache, dass deren innerparteilichen Streitereien und gegenseitigen Abgrenzungsbemühungen auf Bundesebene, viele Wähler nach vermeintlich anderen Lösungen suchen lässt.»

Beide Ministerpräsidenten müssten ihren deutlichen persönlichen Wahlerfolg als Auftrag begreifen, eine Regierung zu bilden, die die Wirtschaft kräftige und damit die Lebensperspektiven der Menschen noch stärker verbessere, als es bisher der Fall gewesen sei.

Industriepräsident Dieter Kempf hatte bereits vor den Wahlen vor einem Erstarken der AfD gewarnt. «Es geht darum aufzuzeigen, welche Gefahr ein starker rechter Rand für die international vernetzte deutsche Wirtschaft bedeutet», hatte Kempf der dpa gesagt. «Was es bedeutet, wenn wir einerseits über Fachkräftemangel klagen, andererseits aber alles andere als eine Willkommenskultur ausstrahlen.»

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