Bankraub im tschechischen Kaaden: Polizei weitet Fahndung auf Sachsen aus

Polizei fahndet bisher vergeblich - mutmaßlicher Täter forderte nur Euro und Dollar

Dresden/Kaaden. Viereinhalb Monate nach einem bewaffneten Bankraub im böhmischen Kadan (deutsch: Kaaden) wird die Fahndung nun auch auf Sachsen ausgedehnt. Die bisherige Suche nach dem mutmaßlichen Bankräuber blieb erfolglos, teilte das Landeskriminalamt Sachsen am Donnerstagvormittag mit. Der Mann hatte am 12. Juni dieses Jahres gegen 11.20 Uhr in einer Bankfiliale in der 18-000-Einwohner-Stadt südwestlich von Chomutov eine Angestellte mit einer Schusswaffe bedroht und an der Kasse die Herausgabe ausschließlich von Euro-Bargeld gefordert. Eine Angestellte folgte in Todesangst den Anweisungen und übergab die in der Bank verfügbaren Euro sowie Dollar-Noten. Danach hatte der Tatverdächtige das Gebäude samt Beute von etwa 12.000 Euro verlassen.

Laut Zeugen ist der mutmaßliche Räuber etwa 40 Jahre alt und 1,80 Meter groß. Er hat helle Haut und dunkle, kurzgeschnittene Haare. Zum Zeitpunkt des Überfalls trug er einen Stoppelbart, eine Brille und ein weißes Basecap auf dem Kopf. Bekleidet war er mit einem dunkelgrünen Kapuzen-Langarmshirt mit Bauchtasche und einer dunklen Hose. Laut Kersten Hermann, Mitarbeiterin der gemeinsamen deutsch-tschechischen Polizeidienstelle in Petrovice, ist es denkbar, dass sich der Mann nach Sachsen, Deutschland oder ein anderes EU-Land abgesetzt hat. Er habe tschechisch gesprochen, aber bei dem Beutezug keine Kronen haben wollen.

Hinweise zum Täter und seinem Aufenthaltsort können beim Gemeinsamen Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit Petrovice-Schwandorf unter Telefon 035023 67127 oder per Mail an petrovice.gz@polizei.sachsen.de gemeldet werden. (fp/gt)

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