«Beschmuh» zum schönsten sächsischen Wort 2018 gekürt

Dresden (dpa/sn) - Der «Beschmuh» ist zum schönsten sächsischen Wort des Jahres 2018 gekürt worden. «Beschmuh» ist die sächsische Variante von Schummelei. Zum beliebtesten Wort der Sachsen wurde am Mittwoch in Dresden «Friemeln» gewählt, wie Peter Ufer, Mitgründer der Ilse-Bähnert-Stiftung, sagte. «Friemeln» bedeutet, etwas Kleinteiliges zusammensetzen oder -puzzlen. Die Stiftung kürt die sächsischen Wörter des Jahres seit 2008.

Als bedrohtes sächsisches Worte wurde «Dorwiern» auserwählt. Das ist die sächsische Bezeichnung für Nerven oder Quengeln - und wird laut Ufer tatsächlich kaum noch verwendet. Neu hinzugekommen ist 2018 das Schimpfwort des Jahres. Hier machte der «Diggnischl» (Sturkopf/Dickkopf) das Rennen.

Die Ilse-Bähnert-Stiftung, hinter der auch der Kabarettist Tom Pauls steckt, will mit der Wahl die Mundart der Sachsen fördern. «Wir wollen erstens, dass das Sächsische nicht in Vergessenheit gerät. Zweitens sollen die Sachsen ihre Sprache ruhig mit Selbstbewusstsein sprechen. Und drittens wollen wir bestimmte Wörter retten», sagte Ufer.

Seiner Einschätzung nach verschwindet das Sächsische aus den drei Großtstädten Leipzig, Dresden und Chemnitz immer mehr. Im ländlichen Raum - in der Lausitz oder dem Vogtland - werde es aber nach wie vor sehr intensiv gesprochen.

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