Dialog zur Atommüll-Endlager-Suche soll Verständnis fördern

Leipzig (dpa) - Bei der Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll will die zuständige Behörde die Kommunen und die Bevölkerung umfangreich über das Auswahlverfahren informieren. «Noch haben wir die Möglichkeit, uns in Ruhe dem Thema zu nähern, um offene Fragen zum Verfahren zu klären», sagte der Präsident des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), Wolfram König, am Dienstag in Leipzig. «Sobald konkrete Orte im Raum stehen, prägen erfahrungsgemäß nicht allein Fakten die Debatten.»

Der Termin in der sächsischen Messestadt war der Auftakt einer Reihe von Dialogveranstaltungen. Ziel sei ein nachvollziehbares, transparentes und akzeptables Verfahren, um «das letzte Kapitel der Nutzung der Kernenergie abzuschließen», betonte König. Auf den Dialogveranstaltungen sollen die Kommunen belastbare Informationen bekommen und ihre Erwartungen äußern. «Ich hoffe, dass dadurch die Diskussion nüchterner wird», sagte der BfE-Chef.

Deutschlands hoch radioaktiver Atommüll soll unterirdisch endgelagert werden. Bis 2031 will der Bund dafür einen geeigneten Ort finden - maximale Sicherheit für eine Million Jahre lautet das Ziel. Auf Basis vorhandener Informationen sowie festgeschriebener Kriterien suchen Experten entsprechende Regionen aus. Erste Ergebnisse sind für 2020 angekündigt. Die Entscheidung über einen Endlager-Standort treffen am Ende Bundestag und Bundesrat.

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