Dresdner «Hutbürger» fordert Entschädigung vom ZDF

Dresden (dpa/sn) - Der als Dresdner «Hutbürger» bekannt gewordene Ex- Mitarbeiter des sächsischen Landeskriminalamtes fordert eine Entschädigung vom ZDF. Dabei gehe es um eine Medienrechts- und Persönlichkeitsverletzung, bestätigte sein Anwalt - der sächsische AfD-Vize Maximilian Krah - am Freitag einen Beitrag des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel». Eine Klage ging am Freitag laut Krah an das Landgericht Dresden. Die Entschädigung solle demnach 20 000 Euro nicht unterschreiten. Immerhin habe der Mann seinen Job wechseln müssen, sagte Krah der Deutschen Presse-Agentur.

Der Mann mit Anglerhütchen in Deutschlandfarben hatte im August 2018 am Rande einer Pegida-Demonstration beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lautstark gegen Fernsehaufnahmen des ZDF protestiert. Zudem hatte er den Journalisten vorgeworfen, damit eine Straftat zu begehen. In der Folge hatten Beamte ein ZDF-Team über 45 Minuten festgehalten. Das wurde als Eingriff in die Pressefreiheit gewertet und löste bundesweit Kritik aus.

«Man hätte den Mann nicht unverpixelt zeigen dürfen», so Krah. Der Mann sei keine Person der Zeitgeschichte, zudem habe er sich nur auf dem Weg zu einer Demo gefunden. Der ehemalige LKA-Mitarbeiter habe nur gelegentlich an Pegida-Demonstrationen teilgenommen und den Kameramann damals «irrtümlich für einen Antifa-Fotografen» gehalten, so Krah laut «Spiegel».

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
25Kommentare
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  • 2
    4
    15.06.2019

    @MuelleF: Ebenfalls Danke. Habe von ihnen auch nichts "gehaltvolleres" erwartet.

  • 5
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    MuellerF
    15.06.2019

    @Thomboy: Genau die Art "gehaltvoller" Antworten habe ich von Ihnen erwartet - Danke für die Bestätigung!

  • 2
    6
    15.06.2019

    @MuellerF: Was hier die "falschen Medien" sind entscheiden sie mit Sicherheit nicht!

  • 2
    5
    15.06.2019

    @MüllerF: Genau. Die Videoaufnahmen sind eindeutig . Wer hier Unwahrheiten verbreitet und kein Schamgefühl hat ist für jeden eindeutig überprüfbar.

  • 5
    2
    MuellerF
    15.06.2019

    @Thomboy: Es war genau so, wie Täglichleser schrieb- die Videos, die das zeigen, sind nach wie vor abrufbar! Wie können Sie nur so standhaft erwiesene Unwahrheiten verbreiten-kein Schamgefühl? Oder konsumieren SIE evtl. die "falschen" Medien, denen sie dann auch noch blind glauben?

  • 2
    2
    15.06.2019

    @DTR..Natürlich darf man jeden PC Anhänger verklagen der Foto und Videoaufnahmem von Leuten macht die sich in der Gehendemo aufhalten sowie natürlich auch umgekehrt. Vielleicht sollten sie sich in Zukunft besser informieren bevor sie so etwas tun.

  • 4
    2
    Blackadder
    15.06.2019

    Nein, Thomboy, es war genau so wie von Täglichleser geschildert. Wenn ich mich vor eine Kamera drängele, muss ich damit rechnen, gefilmt zu werden und wenn ich mich dabei komplett lächerlich benehme, muss ich damit rechnen, dass andere über mich lachen.

  • 2
    5
    15.06.2019

    @MuellerF: das glaube ich eher nicht. Die Rechtslage ist hier ziemlich eindeutig aber wir werden sehen.

  • 2
    5
    15.06.2019

    @Täglichleser: NEIN, So war es eben NICHT. So stand es vielleicht in verschiedenen Zeitungen. Darum "brüllen" eben manche lügenpresse. Es ist sein gutes Recht mit " Gleichgesinnten Losungen zu brüllen". Der Herren war noch auf dem Weg zur Veranstaltung und das Fernsehteam hat nahaufnahmen vom Gesicht aufgenommen. Der Herr hat seine Persönlichkeitsrechte wahrgenommen und darum gebeten dies zu unterlassen. Da dies nicht geschah hat die polizei dies völlig zu Recht durchgesetzt.

  • 4
    3
    MuellerF
    15.06.2019

    @Thomboy: OB sich da über Medien- & Persönlichkeitsrechte des "Hutbürgers" hinweg gesetzt wurde, wird die juristische Aufarbeitung zeigen. Verschiedenste Medienrechtler haben bereits im Vorfeld geäußert & begründet, warum das wahrscheinlich NICHT der Fall war. Daher glaube ich, dass die Klage entweder gar nicht zugelassen , oder aber zu Gunsten des Filmteams entschieden wird!

  • 4
    3
    Täglichleser
    15.06.2019

    Der war mit Gleichgesinnten, Losungen brüllend, unterwegs zu einer Kundgebung.
    Die Polizei sicherte ab. Und die Journalisten wollten davon berichten.
    Das war ihr Recht in ihre Pflicht. Und da rammelt der wie ein wildgewordener Clown
    auf den Kameramann zu. Warum ging er nicht vorbei. Da hätte man nur einen Hut gesehen. Und kein Gesicht. Selbst schuld.
    Er wollte das. Freiwillig. Dafür gibt es nichts. Das ist ein Witz.

  • 3
    3
    15.06.2019

    @Ostcar: ich nehme mir dss recht heraus zu schreiben was ich von ihnen und ihresgleichen halte. Wenn sie angeblich 89 sehr wohl auf demos waren verstehe ich nicht warum sie menschen die ihr recht auf Meinungsfreiheit wahrnehmen beleidigen. Wen Menschen der Meinung sind lügenpresse zu rufen dann werden sie schon ihre Gründe haben und es ist ihr recht dies zu tun. Kein Grund diese zu beleidigen. Schämen sie sich!

  • 3
    6
    15.06.2019

    @Mueller...Pressefreihet bedeutet aber nicht das man sich über die Persönlichkeitsrechte hinweg setzt! Und es berechtigt nicht dazu personen die ihre Persönlichkeitsrechte in anspruch nehmen als komiker zu beleidigen.

  • 3
    6
    15.06.2019

    @DTR...natürlich hat er an der Veranstaltung teilgenommen aber zum Zeitpunkt der Nahaufnahmen war er noch auf dem WEG zur Veranstaltung. Kapieren sie das? Das ist ein erheblicher Unterschied.

  • 4
    3
    DTRFC2005
    15.06.2019

    @Thomboy: Sie müssten sich schon entscheiden in Ihren Kommentaren, entweder er war nur auf dem Weg dahin oder er hat an der Versammlung schon teilgenommen. Mal davon abgesehen, könnte man jeden PC Anhänger verklagen, der mit dem Handy Video und Fotoaufnahmen von den Leuten macht, die z.B sich bei Gegendemos aufhalten o.ä.

  • 5
    3
    osgar
    15.06.2019

    @toyboy, leider darf ich ja nicht schreiben, was ich von Ihnen und Ihresgleichen halte.
    Nur zu Ihrer Information, ich war 89 sehr wohl wohl bei Demos auf der Straße und in Kirchen. Aber Gott sei Dank musste ich da nicht solche Typen wie Sie, die PC hinterherlaufen kennenlernen.

  • 7
    3
    MuellerF
    15.06.2019

    Die Menschen sind damals auch für Pressefreiheit auf die Straßen gegangen- davon scheint der Herr Hutbürger aber nicht viel zu halten, wie man sehen & hören konnte!
    Sie sind übrigens falsch informiert, auch der Weg zur/ von der Demo rechtfertigt Aufnahmen, zumal der Herr bereits auf dem Weg "Lügenpresse, Lügenpresse" rief- ganz klar ein demonstrativer Akt!

  • 3
    1
    15.06.2019

    @ostcar: und sie erinnern mich ebenfalls an einen komiker da sie gar nicht wissen was sie eigentlich für einen M...t schreiben.

  • 3
    7
    15.06.2019

    Osgar: dieser "Komiker" hat das Recht auf versammlungsfreiheit wahrgenommen für das 89 tausende Menschen auf die Straße gegangen sind und sie komiker gemütlich auf dem Sofa gesessen haben.

  • 3
    7
    15.06.2019

    Die Entscheidung ist völlig berechtigt da die Person sich noch nicht AUF der Veranstaltung befand sondern noch auf dem Weg dahin. Das zettdeeff war also NICHT berechtigt nahaufnahmen ohne die Zustimmung dieser Person aufzunehmen.

  • 16
    4
    osgar
    14.06.2019

    Dieser Komiker erinnert mich immer wieder an den Moschendrohtzaun.
    Für Stefan Raab wäre das eine Steilvorlage gewesen.

  • 17
    5
    Täglichleser
    14.06.2019

    Ojeh. Die Journalisten. Därfen die denn des, Filmen. Ja war öffentlich, die därfen des. Hochdeutsch: Die durften das.
    Der Wutbürger machte sich lächerlich. Und jetzt erst recht. Und die Polizei weiss vielleicht jetzt, wie sie sich zu verhalten hat.

  • 14
    6
    DTRFC2005
    14.06.2019

    Na dann kann doch der festgehaltene Pressevertreter den Herren mit Hut wegen Verdienstausfall verklagen.

  • 16
    7
    Distelblüte
    14.06.2019

    Das nennt man wohl dreist.
    Keiner hat den Herrn mit Hut gebeten, auf das Kamerateam zuzugehen und sich in Szene zu setzen - er wäre wohl in der Menge überhaupt nicht aufgefallen.

  • 13
    4
    MuellerF
    14.06.2019

    Soll er machen- am Ende wird es heißen "außer Spesen nix gewesen"!



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