Dulig fordert Nachbesserungen bei Kurzarbeitergeld

Dresden (dpa/sn) - Für Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig greifen die von der großen Koalition beschlossenen Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld zu kurz - vor allem mit Blick auf Ostdeutschland. «Da müssen wir nachbessern», forderte der SPD-Politiker am Donnerstag. Dulig verwies auf die besondere Situation im Osten mit geringeren Löhnen und weniger tarifgebundenen Unternehmen.

In Sachsen gebe es zudem bundesweit den größten Anteil von Menschen, die Mindestlohn beziehen. 85 Prozent der Kurzarbeitergeld-Bezieher liegen unterhalb des Lohndurchschnitts. Deswegen sei eine schnelle Anhebung des Kurzarbeitergeldes nötig, sagte Dulig. «Wir brauchen jetzt eine Regelung und nicht erst in vier oder sieben Monaten.»

Die Spitzen der großen Koalition hatten sich in der Nacht zum Donnerstag auf ein höheres Kurzarbeitergeld verständigt. Das Paket sieht vor, dass betroffene Arbeitnehmer vom 1. Mai bis zum Jahresende mehr hinzuzuverdienen dürfen - bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens. Zudem wird das Kurzarbeitergeld befristet bis zum Jahresende ab dem vierten Monat auf 70 Prozent (77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem achten Monat auf 80 Prozent (87 Prozent für Haushalte mit Kindern) aufgestockt.


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