Großer Mischlingshund erlegt in Ostsachsen ein Reh

Bernstadt (dpa/sn) - Freispruch für den «bösen Wolf»: In Bernstadt (Landkreis Görlitz) hat ein großer Mischlingshund ein Reh zur Strecke gebracht. Wie das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Freitag mitteilte, bestätigen zwei Videos die Attacke des Hundes auf das Reh. Damit dementierte die Behörde zugleich Gerüchte über einen neuerlichen Wolfsriss. Es sei unseriös, die Bevölkerung damit unnötig zu verunsichern, teilte das Landesamt mit.

«Bei dem Hund auf dem Video handelt es sich um denselben Mischling, der bereits im Mai, Oktober und Dezember 2019 mit Fotobelegen als vermeintlich gesichteter Wolf aus Bernstadt an das sächsische Wolfsmonitoring gemeldet wurde», hieß es. Er sei «ein trauriges Beispiel dafür, dass auch große wildernde Hunde - oft ausgebüxt und vom Halter unbemerkt - in der Natur immer wieder Wildtiere erlegen».

Sowohl die untere Naturschutz- als auch die untere Jagdbehörde des Landkreises Görlitz seien informiert worden, hieß es weiter. Ebenso werde die Gemeinde Bernstadt auf den Halter zugehen. Dort sei bekannt, dass der Hund öfters allein und ohne Halsband unterwegs ist.


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