Kretschmer fordert EU-Lösung für Flüchtlinge aus Moria

Dresden (dpa/sn) - Nach dem Großbrand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zu Solidarität aufgerufen. «Es ist eine humanitäre Katastrophe, was in Moria geschehen ist», sagte der CDU-Politiker am Donnerstag. «Wir müssen das Flüchtlingslager wieder aufbauen, es braucht medizinische Versorgung, und zwar schnell bevor der Winter kommt.» Kretschmer forderte zudem ein gemeinsames europäisches Vorgehen. Das betreffe nicht nur das Flüchtlingslager, sondern auch die Menschen, die immer noch auf den Schiffen festsitzen.

«Jeder Punkt, der damit zu tun hat, ist eine europäische Verantwortung und kann auch nur europäisch geklärt und gelöst werden», betonte Kretschmer. Die Bundesregierung arbeite mit Hochdruck an einer gemeinsamen Lösung. «Weil die europäischen Schultern breiter sind als die jedes einzelnen Landes», sagte Kretschmer.

55 Kommentare
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    franzudo2013
    11.09.2020

    Lass Söder doch seinen Weg ins Verderben gehen. Bayern hat seine besten Zeiten hinter sich.

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    censor
    11.09.2020

    Tauchsieder, Söder sollte man besser gar nichts überlassen.

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    Tauchsieder
    10.09.2020

    Eh "Kumpel", kümmer dich um deine Hausaufgaben in Sachsen und überlass Söder die weltpolitischen Fantasien.

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    Malleo
    10.09.2020

    KT
    Wer nach der Gesamtsumme der Flüchtlingskosten fragt, wird durch ein Labyrinth von Statistiken und Zuständigkeiten geschickt.
    Dazu passt:
    https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/die-fluechtlingskosten-sind-ein-deutsches-tabuthema-ld.1316333

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    KTreppil
    10.09.2020

    Da hat unser MP schon eine recht gesunde Einstellung zu der Problematik, dass muss man mal anmerken.
    Besser als der Thüringer, im Erstaufnahmelager Suhl Friedberg mehrmals die Woche Polizei im Einsatz, aber laut hier rufen, noch mehr aufzunehmen.
    Hoffen wir, dass es nicht nur leere Worte von unserem MP sind, sondern seine Aussagen an den richtigen Stellen Gehör finden.
    Wie bereits in einem anderen Kommentar geschrieben, es ist nicht nur mit Aufnahmekapazitäten getan, sondern bedarf auch zusätzlichen finanziellen Kapazitäten, die vor dem Hintergrund der Corona Krise mit seinen wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen nicht ein Land oder einige wenige Länder der EU allein übernehmen können. Ob sich das die Leute, die am lautesten rufen eigentlich wirklich mal überlegt haben? Die Arbeitnehmer, die jetzt noch in Kurzarbeit sind, wie lange noch? Wie viele müssen demnächst wohl für eine gewisse Zeit aus den Sozialsystem unterstützt werden? Dann noch mehr, die nie eingezahlt haben und am wenigsten wohl je einzahlen werden...? Das hat nichts mit Sozialneid oder sozialer Kälte zu tun, sondern mit Realitätssinn. Realitätssinn, den hoffentlich wenigstens die entscheidenden Politiker erhalten haben...