Läden seit Wochen dicht: Aktion als Hilferuf der Händler

Freiberg/Dresden (dpa/sn) - Unter dem Titel «Wir machen auf_merksam» haben Einzelhändler in Sachsen am Montag auf ihre schwierige Lage im Corona-Lockdown hingewiesen. «Uns erreichen täglich dramatische und hoch emotionale Hilferufe von Einzelhandelsunternehmen, die zusehen müssen, wie ihre Existenzgrundlage entzogen wird und ihr Lebenswerk und ihre wirtschaftliche Existenz völlig unverschuldet verloren gehen», erklärte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes René Glaser. Es sei dringend nötig, dass Unterstützungsprogramme schnellstmöglich angepasst würden. «Ansonsten drohen noch mehr Insolvenzen und in der Folge verödete Innenstädte.»

Der Verband fordert unter anderem, dass Bedingungen für eine Wiederöffnung der Geschäfte klar benannt werden und es schnellstmöglich wirksame Hilfen gibt. Außerdem mahnt er die Zulassung von kontaktlosen Abholservices an.

Wie viele Händler in Sachsen am Montag an der Aktion teilgenommen haben, konnte Glaser nicht sagen. Den Angaben zufolge haben sich Unternehmen in Freiberg (Kreis Mittelsachsen) beteiligt - laut einem Bericht der «Freien Presse» auch Geschäftsinhaber in anderen Städten wie Mittweida und Döbeln.

Der Handelsverband betonte, dass die Aktion trotz ähnlichen Namens nichts mit der Initiative «#wirmachenauf» zu tun habe. Sie hatte in sozialen Medien aufgerufen, am Montag Läden und Restaurants trotz staatlichen Verbots für Kunden zu öffnen. Dies wurde nun um eine Woche verschoben. Verbände von Handel und Gastronomie hatten sich von dieser Aktion distanziert und an die Unternehmer appelliert, sich an geltendes Recht zu halten.

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