Spenden statt Eintritt: Kammermusikfest Oberlausitz

Milkel (dpa/sn) - Neues Klassikfestival mit besonderem Konzept: Eine «Musikalische Zeitreise» mit Harfe, Cello, Klavier, Violine und Orgel eröffnet am Mittwoch (16. September) das neue viertägige Kammermusikfest Oberlausitz. Wie Intendant Hagen Lippe-Weißenfeld am Dienstag in Milkel sagte, sei das Festival eine Herzensangelegenheit zahlreicher Oberlausitzer, mit dem nun der Landkreis Bautzen zum Klingen gebracht werden soll. «Wir wollen etwas schaffen, was von Dauer ist und mit ansteckendem Charakter. Musik ist die Universalsprache, die Menschen miteinander verbindet», sagte er. Es gibt sechs Konzerte an sechs Orten.

Dabei verfolgt das Musikfest ein nach seinen Aussagen deutschlandweit einmaliges Konzept: Alle Konzerte haben freien Eintritt. Stattdessen bitten die Festivalmacher um Spenden für individuelle Vorhaben an den Auftrittsorten, wie der Kirche Baruth, dem Barockschloss Oberlichtenau, dem Schloss Gröditz, dem Schloss Kuppritz und dem Schloss Milkel. «Alle helfen mit ihren Spenden mit, identitätsstiftende Kulturgüter ihrer eigenen Heimat zu erhalten», sagte Lippe-Weißenfeld. Ihn verbindet eine besondere Beziehung in die Oberlausitz. Seinem Ur-Großvater Clemens Prinz zur Lippe-Weißenfeld (1860-1920) gehörte das Rittergut Baruth.

Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Cellisten Ramón Jaffé und seiner Tochter Serafina (Harfe). Gemeinsam haben sie ein Programm aus vier Jahrhunderten Musik zusammengestellt. «Wir wollen Begegnungen zwischen den Musikern schaffen. Dazu erarbeiten wir die Werke auch erst vor Ort, um die besondere Stimmung der Umgebung einfangen zu können», sagte Jaffé. Zum Festivalprogramm gehört außerdem ein Konzert in der Kreismusikschule Bautzen für den künstlerischen Nachwuchs sowie eine Führung durch die Firma «Hermann-Eule-Orgelbau» in Bautzen.

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