Trotz Millionenförderung: Aus für Hybridzüge im Erzgebirge

Die Bahn wollte Dieselfahrzeuge zu Hybridzügen umrüsten und durchs Erzgebirge rollen lassen - ein prämiertes Modellvorhaben. Nun macht sie einen Rückzieher.

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18Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    4
    Zeitungss
    14.07.2020

    @Eisenbahnpferd: Volle Punktzahl für diesen Beitrag, den Sachsen interessiert es leider nur nicht. Was Ankündigungen und Taten aus dem WM betrifft, man muss sie nicht für bare Münze nehmen. Wir haben noch immer 5 Vereine, welche den ÖPNV in Sachsen behindern mit ihrer Kleinstaaterei, ein Hr. Dulig (SPD) wollte dem ein Ende setzen, den Ausgang kennt jeder.
    @taubk...: Fahren Sie den "Volkswagen" Tesla, der Rest der Bevölkerung kommt auch ans Ziel, mit was auch immer.

  • 6
    0
    Eisenbahnpferd
    14.07.2020

    @fnor: Im Frühjahr war die doch schon lange bekannt das die Strecken des Erzgebirgsnetzes früher oder später von den Straßenbahnen bedient werden sollen,darum ist die Entscheidung der Erzgebirgsbahn sehr gut zu verstehen!
    Der VMS braucht doch die Erzgebirgsbahn nur noch als Lückenfüller bis man die neuen Tramtrains (VDV-Projekt mit 2 Stromsystemen) geliefert bekommt. Nach jetzigem Stand soll dies wohl um 2024 - 2025 der Fall sein. Dann werden die neuen Tramtrains die Citylinks auf Strecken ablösen die bis jetzt mit Diesel unter Fahrdraht bedient wurden.Im übrigen hat dann ja der VMS damit ein Alleinstellungsmerkmal und braucht die Strecken nicht mal auszuschreiben sondern kann diese gleich an die Citybahn Chemnitz Gmbh vergeben,deren Geschäftsführer ja ganz zufällig ein Herr Neuhaus ist der gleichzeitig auch Chef vom VMS ist.Darüber kann sich jetzt jeder selbst eine Meinung bilden!
    Im übrigen frage ich mich, wie es sein kann das unser sächsischer Wirtschafts -und Verkehrsminister dem Treiben nur zugeschaut hat das hier 2 Projekte mit Steuergeldern gegeneinander laufen?

  • 2
    2
    tbaukhage
    13.07.2020

    @Zeitungss: Meine Argumente, die ich im übrigen an Goschi gerichtet hatte, sind offensichtlich nicht zu entkräften.

  • 2
    3
    Zeitungss
    13.07.2020

    @tbauk...: -Sie sind aber darauf angesprungen und nicht ich, oder ??? Vom Tesla war bei Goschi auch nichts zu hören. Es passt nicht in Ihr Konzept wäre die richtige
    und ehrliche Antwort gewesen, die Mehrheit fährt nun einmal nicht Tesla und so wird es auch bleiben. Es haben nicht nur Lehrer klare Vorstellung vom Leben, sollte eigentlich klar sein, ist es leider nicht.

  • 4
    1
    haraldpiper
    13.07.2020

    Wenigstens wurde mal ein Versuch unternommen, mal etwas ökologischer unterwegs zu sein. Wenn man die tollen neuen Bahnen vom VMS sieht, die selbst auf einer elektrifizierten Strecke mit den doch vegleichsweise lauten Dieselmotoren unterwegs sind, kann ich nur mit dem Kopf schütteln...

  • 3
    4
    tbaukhage
    13.07.2020

    @Zeitungss: Am besten mal Goschi fragen - er/sie hatte die Diskussion in Richtung (Wasserstoff-)Flurförderfahrzeuge umgelenkt - nicht ich!
    Ansonsten vermisse ich mal wieder Gegenargumente zu meinen, was ja aber auch zu erwarten war ...

  • 8
    4
    Einspruch
    13.07.2020

    Bei einem Tesla mit Oberleitung wäre auch die Umwelt Gefährdung durch die Akkus kein Thema mehr...
    Bei einem Zug auf Schienen bietet sich die Oberleitung quasi an. Aber man kann das Rad bekanntlich auch nochmal neu erfinden, wenn es nur um Steuergelder geht.

  • 5
    4
    Zeitungss
    13.07.2020

    @tbauk: Es ging hier nicht um die Flurförderfahrzeuge und schon gar nicht um einen Tesla. Es ging um den Umbau eines Triebwagens auf "zukunftsweisende Technik" dessen Erfolg allerdings ausblieb obwohl man jahrelang herumschraubte und es den Namen Standzeug verdient hat. Natürlich wurden damit Erfahrungen gewonnen, aber gleichzeitig die Grenzen aufgezeigt, weshalb jedes EVU "so heiß" auf diese Fahrzeuge ist. Die Kosten könnten ebenfalls ein wesentliche Rolle spielen, was bei Ihnen bekanntlich eine untergeordnete Rolle spielt.

  • 13
    5
    tbaukhage
    13.07.2020

    @Goschi: Ich verstehe nicht, wieso man zu wenig Strom für eAutos beklagt, gleichzeitig aber H2 befürwortet, für dessen Herstellung man viermal soviel Strom braucht bei gleicher Reichweite. Warum beklagt man eine zu geringe Reichweite der BEV, wenn jeder Tesla weiter kommt, als der H2-Mirai, warum prangert man die lange Ladezeit an, akzeptiert aber, dass der H2 erst 20min braucht, um auf Betankungsdruck komprimiert und auf -40'C gekühlt zu werden, bevor er in 5min getankt werden kann? Und wieso sind 30.000 öffentliche Ladesäulen zu wenig, wenn es noch nichtmal 100 H2-Tankstellen in D gibt?

  • 14
    17
    saxon1965
    13.07.2020

    Elektrifizierung als Beitrag zur CO2-Reduzierung... da lügt man sich von Beginn an in die eigene Tasche. Wenn man diese riesigen Mengen an Grünem Strom nicht bereitstellen kann, dann hat man wohl "das Pferd von hinten aufgezäumt"!
    Warum geht man nicht Schritt für Schritt vor und lässt auch mal Zwischenlösungen zu. Lieber kurzfristig etwas CO2 vermieden, als in Jahrzehnten dann mal eine 100prozentige Lösung zu haben.
    Und alles begann mit der Überhasteten Abschaltung von Atomkraftwerken in Deutschland. Da sind wir mal wieder Vorreiter in Richtung Abgrund. Einen planvollen Wechsel bei der Stromproduktion, ohne den Bürger über Gebühr zu strapazieren, ohne unausgereifte E-Mobilität, ohne unseren Wirtschaftsstandort zu gefährden und ohne dass das Alles Unmengen an Steuergeldern kostet, war mit dieser Regierenden (Physikerin) nicht möglich.

  • 10
    2
    DS91
    13.07.2020

    @fnor

    Der VMS hat gerade erst beschlossen, dass die Erzgebirgsbahn bis 2024 weiter ihre Strecken bedienen soll.

    Ich glaube das wird das Problem sein. Ich sehe schon die Chemnitz-Bahn im Erzgebirge.

  • 16
    0
    fnor
    13.07.2020

    Der VMS hat gerade erst beschlossen, dass die Erzgebirgsbahn bis 2024 weiter ihre Strecken bedienen soll. Danach ist offen welche Züge rollen. Ich kann verstehen, dass die DB nicht für 3 Jahre Betrieb Züge umbaut. Im Frühjahr, als man die Hybridzüge abgesagt hat, war diese Entscheidung noch nicht gefallen und der Planungshorizont noch gringer.

  • 13
    2
    Zeitungss
    13.07.2020

    @fp112: Wenigstens ist das Verbrennen von Fördergeldern zu 100% Co2frei. Wie lange man schon im ehem. AW Chemnitz am Fahrzeug herumschraubt, wird hier verschwiegen und man sollte es eigentlich als Standzeug bezeichnen.
    Die Elektrifizierung von Autobahnen mit aufwendigen Doppelfahrleitungen ist aus der Berichterstattung raus, da Aufwand und Nutzen weit auseinander liegen.
    Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass derartige Projekte nach der "Serienreife" die Schlagzeilen der Medien füllen, der Bürger hätte auch mehr Verständnis dafür.

  • 16
    9
    Goschi
    13.07.2020

    andere Länder wie China haben schon längs erkannt, dass die Wasserstofftechnologie besser ist und stecken eine Menge Geld in diese Entwicklung. Ich denke, Deutschland weiß das an führender Stelle auch schön längst sonst würden z. b. mehr Zapfsäule gebaut werden. Zuwenig Strom, zu wenig Zapfstellen, zu lange Ladezeiten, kein wirklich leistungsfähiges Auto für Heizung, Anhänger und lange Strecken. Aber man will ja Geld verdienen und solange noch welches damit verdient werden kann. Wenn das mal nicht mehr geht, wird das ganz schnell fallen gelassen, wie der relativ umweltfreundliche Diesel, die relativ umweltfreundliche Oelheizung, die vor kurzem noch gefördert wurde...

  • 31
    8
    FromtheWastelands
    13.07.2020

    Und wieder ein zukunftsfähiges, ökonomisch und ökologisch richtiges und sinnvolles Projekt das mit einer lächerlichen Begründung in Frage gestellt, behindert und schließlich begraben wird, natürlich nicht ohne Millionengelder zu verbrennen und ostdeutsche Hoffnungen zu zerstören.
    Die Begründung wirkt für mich krampfhaft an den Haaren herbeigezogen, ich vermute da hat es eher jemandem nicht gepasst das alte Züge umgebaut werden wo man auch Neue kaufen könnte oder da gönnt jemand Chemnitz nicht was man selbst gerne hätte.

  • 50
    4
    fp112
    13.07.2020

    Nach erfolgreichem Verbrennen von Fördergeldern hat man doch festgestellt, das man die Physik nicht überlisten kann und dass der Wirkungsgrad dieser Hybridlösung einfach zu gering ist.
    1879 hat Siemens die erste Elektrolokomotive vorgestellt.
    Das funktioniert.
    Statt nun endlich Strecken zu elektrifizieren basteln wi r in Deutschland noch immer an schrägen Projekten wie zB LKW mit Oberleitungen oder Batterien....
    Der Simplontunnel in der Schweiz wurde 1906 mit Oberleitungen in Betrieb genommen.....
    Aber wahrscheinlich ist das wider dem gesunden Menschenverstand, wie der Verkehrsminister sagen würde....
    Wo ist der Fehler..?

  • 59
    8
    Pixelghost
    13.07.2020

    Verkehrsverbünde, XY-Bahnen, die Deutsche Bahn als AG. Dazu Landesfürste und -fürstchen, Gesellschafter und Geschäftsführer.

    Die Schiene gehört X, das Bahnhofsgebäude Y. Bei kaputten Fahrstühlen fühlt sich keiner verantwortlich.

    Da sehe ich nicht mehr durch.

    Das Transportwesen gehört in Bundeshände. Diese Kleinstaaterei hat nichts Positives gebracht.

  • 20
    4
    Drehmann
    13.07.2020

    Schade.... Da wird es jetzt Zeit für eine komplett elektrische Variante. ;-)