Im Ostduell soll der erste Dreier für den CFC her

Der Chemnitzer FC empfängt in der 3. Liga am Freitagabend den 1. FC Magdeburg. Trainer David Bergner weiß, wie der Absteiger zu schlagen ist. Mit Rafael Garcia ist der beste Vorlagengeber der Vorsaison wieder fit.

Chemnitz.

Die beiden jüngsten Drittligaspiele des Chemnitzer FC fanden ohne Rafael Garcia statt. Denn der Mittelfeldspieler hatte sich Ende Juli beim Auftaktspiel gegen Viktoria Köln verletzt und musste in der Domstadt zur Halbzeitpause wegen Adduktorenbeschwerden ausgewechselt werden. Doch wenn die Himmelblauen am Freitag zu Hause gegen den 1. FC Magdeburg (19 Uhr) um Punkte kämpfen, ist der 25-Jährige einsatzbereit. "Solche Einschläge gibt es im Fußball immer wieder. Aber jetzt bin ich wieder fit und guter Dinge, auflaufen zu können", sagte der gebürtige Aachener, der im Sommer 2018 von Rot-Weiß Oberhausen nach Chemnitz gewechselt war.

Bei den Himmelblauen entwickelte sich Garcia, der in seiner Laufbahn auch die Trikots von Alemannia Aachen sowie Fortuna Düsseldorf II trug, zum Stammspieler und himmelblauen Vorlagengeber Nummer eins. Gleich 18-mal legte er in der Regionalliga Treffer für seine Mitspieler auf und traf selbst fünfmal ins gegnerische Netz.

Im Pokalspiel gegen den Zweitligisten Hamburger SV, das der CFC am vergangenen Sonntag erst im Elfmeterschießen verlor, marschierte der 1,81 Meter große Akteur schon wieder voran und mischte immerhin bis zur 111. Minute mit. Auch wenn die Berufung Garcias in die Startelf gegen Magdeburg eindeutig geklärt ist, wollte CFC-Trainer David Bergner über weitere Details seiner geplanten Aufstellung nicht plaudern. So ließ er zum Beispiel auch offen, ob Innenverteidiger und Kapitän Niklas Hoheneder wieder einsatzbereit ist.

Der Österreicher hatte das Pokalspiel gegen den Hamburger SV nur als Zuschauer verfolgen können, weil auch ihn muskuläre Probleme plagten. "Wir werden schauen, ob es Niklas bis Freitag schaffen wird. Er ist zweifellos ein wichtiger Spieler, doch wir wollen auch nichts überstürzen", sagte Bergner. Hingegen konnte Matti Langer, der nach dem HSV-Spiel über Schulterbeschwerden klagte, im Mannschaftstraining das volle Pensum absolvieren.

Dass die Pokalniederlage gegen den HSV nach Elfmeterschießen bei seinen Spielern Spuren hinterlassen hat, glaubt der Chemnitzer Coach unterdessen nicht. "Die 120 Minuten waren sicherlich sehr lang und die Regenerationszeit kurz. Doch in den Trainingseinheiten dieser Woche hat meine Mannschaft nicht den Eindruck erweckt, dass sie am Ausscheiden zu knabbern hat. Vielmehr wollen die Spieler die Leistung, die sie gegen den HSV abgerufen haben, jetzt wieder auf den Platz bringen", sagte Bergner.

Tatsächlich war seine Truppe gegen den HSV beherzt aufgetreten und hatte den favorisierten Gegner in Schwierigkeiten gebracht. Doch alle im Lager des Drittligaaufsteigers wissen, dass dies nun Schnee von gestern ist. "Natürlich war die Resonanz nach dem Spiel positiv. Wir wollen den Schwung aus dem Pokalspiel mitnehmen, auch wenn wir wissen, dass es sehr schwer wird", meinte der Coach.

Die Magdeburger gehen mit der Favoritenrolle in das Ostduell. Schließlich sammelte der CFC bisher erst einen Punkt, rangiert damit auf dem vorletzten Tabellenplatz und steht so trotz der Rollenverteilung gegen den 1. FCM unter Zugzwang. "Wir müssen eine Idee entwickeln, wie wir die Wucht und Dynamik des Gegners bremsen und bei eigenem Ballbesitz dominanter als bisher auftreten können. Dann werden wir unsere Möglichkeiten bekommen. Wenn wir die Chance dann ähnlich effektiv wie gegen Hamburg nutzen, sollte der erste Dreier der Saison für uns drin sein", blickte Bergner voraus. Und ein Sieg unmittelbar vor der geplanten Mitgliederversammlung am Montag könnte als eine Art Stimmungskatalysator dienen. Das Faninteresse sei laut Pressesprecher Steffen Wunderlich hoch: Es werden rund 7000 Zuschauer erwartet.

Voraussichtliche CFC-Aufstellung: Jakubov - Itter, Schoppenhauer, Reddemann (Hoheneder), Milde - Sarmov - Bonga, Müller, Garcia - Bozic.

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