Matti Langers Neustart nach zehn Jahren

Der bisher einzige Drittligaeinsatz des jetzigen CFC-Profis dauerte 2009 nur wenige Minuten. In der kommenden Saison stehen die Chancen besser.

Chemnitz.

Matti Langer weiß es nicht, und sein Trainer sagt es nicht: ob und auf welcher Position der CFC-Spieler am nächsten Sonntag gegen Waldhof Mannheim auflaufen wird. Mit einem entschiedenen "Nein" antwortet David Bergner auf die Frage, ob denn die Startaufstellung vom letzten Testspiel am Freitagabend auch die zum Drittligaauftakt sein wird. "Es hat hier keiner einen Freifahrtschein, nur weil wir 4:1 gewonnen haben", versichert der Coach nach der erstaunlich souveränen Vorstellung des Chemnitzer FC gegen den türkischen Erstligisten Alanyaspor.

Langer freut sich jedenfalls schon auf die höhere Spielklasse nach dem Aufstieg aus der Regionalliga. "Ich bin einfach froh, Teil dieser Mannschaft zu sein und auch mal wieder in der Dritten Liga mitspielen zu dürfen", erklärt der Thüringer. Vor zehn Jahren, mit 19, durfte er schon mal. Am 28. August 2009 wurde er im Spiel des FC Rot-Weiß Erfurt gegen Dynamo Dresden (4:1) in der 83. Minute auf Seiten der Gastgeber eingewechselt - seine einzige Drittliga-Erfahrung bisher.

Dass es dabei nicht bleiben wird, davon kann Langer völlig zu Recht ausgehen. In der vergangenen Saison hat er sich im CFC-Mittelfeld als ein Leistungsträger etabliert. Bis auf einige Spiele im Frühjahr, als er nach einer Schulteroperation pausieren musste, gehörte er zur Stammbelegschaft der "Himmelblauen". Langer im Mittelfeld, das schien auch bis vor zwei Wochen eine feste Größe zu sein. Doch dann zog sich Kostadin Velkov einen Riss des Innenmeniskus im rechten Knie zu. Der Innenverteidiger fällt für längere Zeit aus, und Langer rückte für den Bulgaren in die Abwehrreihe. "Es ist nichts Besonderes für mich, das habe ich schon mehrere Male gespielt", meint der 29-Jährige.

Gegen Alanyaspor konnte Langer seine Flexibilität unter Beweis stellen. Er begann als Innenverteidiger, ließ mit Nebenmann Niklas Hoheneder die türkischen Stürmer nicht zur Entfaltung kommen. Nach einer Stunde wechselte Langer ins Mittelfeld und wurde noch zum Torschützen. Per Kopfball erzielte er das 4:1, nachdem zuvor schon Daniel Frahn und zweimal Rafael Garcia getroffen hatten. Mit Sorge registrierte man beim CFC allerdings den Ausfall von Ioannis Karsanidis, der nach seiner Einwechslung nur vier Minuten später mit einer Knieverletzung vom Platz musste.

Insgesamt war Trainer Bergner mit dem letzten Test vor Punktspielbeginn zufrieden, auch wenn "das Ergebnis zweitrangig" sei. Die Türken sind erst seit zehn Tagen wieder im Training, mussten zudem auf einige Spieler verzichten, die bei ihren Nationalmannschaften waren. Eine wichtige Erkenntnis für die CFC-Verantwortlichen dürfte aber sein, dass sie mit Georgi Sarmov einen Klassemann verpflichtet haben, der die Rolle des Ex-Kapitäns Dennis Grote mehr als ausfüllen kann.

CFC: Jakubov - Itter (63. Blumberg), Hoheneder (70. Schoppenhauer), Langer, Milde - Sarmov (70. Campulka) - Bonga (46. Karsanidis/50. Bozic), Müller, de Freitas (63. Reddemann), Garcia (80. Gesien) - Frahn (70. Hoppe). Tore: 1:0 Frahn (30., Foulelfmeter), 2:0 Garcia (31.), 2:1 Caulker (42.), 3:1 Garcia (53.), 4:1 Langer (86.).

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