Zwickaus Huth fiebert besonderem Spiel entgegen

Der FSV trifft in der Dritten Fußball-Liga auf den 1. FC Kaiserslautern. Wie gefährlich dieser Gegner ist, kann ein Spieler sehr gut einschätzen.

Zwickau.

Wenn die Zwickauer am kommenden Montag den 1. FC Kaiserslautern (19 Uhr) empfangen, dann dürften sich besonders bei einem FSV-Duo durchaus positive Erinnerungen einstellen. Das ist zum einen Stürmer Ronny König und zum anderen Toni Wachsmuth. Beide ärgerten die Roten Teufel in der vergangenen Saison jeweils in der Nachspielzeit. Angreifer König erzielte in Kaiserslautern spät den Ausgleich zum 1:1. Abwehrchef Wachsmuth, der inzwischen auf den Stuhl des Sportdirektors gewechselt ist, traf in Zwickau vom Punkt zum 1:1 (90.+2). Den Elfmeter hatte Jan Löhmannsröben mit einem umstrittenen Handspiel verursacht. Er sei zuvor gefoult worden, beklagte sich der Lauterer nach der Partie und redete sich in Rage. "Wenn das ein Schiri ist, weiß nicht Digga, soll der Cornflakes zählen gehen", wütete er.

Jan Löhmannsröben spielt inzwischen beim Regionalligisten Wacker Nordhausen, am Montag wird sich eine etwas veränderte Lauterer Mannschaft in Zwickau vorstellen. Einer, der sie dennoch gut einschätzen kann, ist Elias Huth. Der 22-Jährige kam zu Saisonbeginn auf Leihbasis aus der Pfalz zu den Westsachsen. Logisch, dass der Stürmer der Partie entgegenfiebert. "Das Spiel ist für mich persönlich absolut etwas Besonderes, da ich einen Großteil der Mannschaft noch kenne", sagt der Blondschopf und schiebt ganz schnell nach: "Aber ich will gewinnen."

Das wollen beide Fußball-Drittligisten, die in der Tabelle nur zwei Punkte trennen. Die Gastgeberelf von Cheftrainer Joe Enochs liegt auf Platz zehn mit sieben Punkten. Mit zwei Zählern weniger rangiert das Team von Trainer Sascha Hidmann auf Platz 14. Geht das für den FSV bisher in Ordnung, hinken die Gäste mit nur einem Sieg aus fünf Spielen ihrem Anspruch hinterher. "Die Ergebnisse stimmen nicht, da gibt es keine Diskussion", ließ FCK-Sportchef Martin Bader gegenüber dem "kicker" verlauten. Das war nach dem 0:3 bei Eintracht Braunschweig am letzten Spieltag.

Diesen Lapsus wollen die ambitionierten Lauterer, die vom Aufstieg träumen, ausbügeln. Huth kann die Gefährlichkeit des Gegners bestätigen: "Die Mannschaft verfügt über eine große Qualität. Man merkt, dass im Sommer viel Geld investiert wurde", meint der Angreifer, der in Kaiserslautern einen Dreijahresvertrag besitzt. Um Spielpraxis zu bekommen, ließ sich der gebürtige Großwelzheimer (Unterfranken) jedoch zu den Zwickauer Schwänen ausleihen.

Dort haben sie das Geschäft bisher nicht bereut. "Wir sind voll überzeugt von ihm und davon, dass er sich bei uns gut weiterentwickeln kann", lobt Wachsmuth den Neuzugang. Huth lief bisher in allen fünf Drittligaspielen auf, zweimal wurde er eingewechselt, dreimal stand er in der Anfangsformation. "Ich bin froh, soviel Einsatzzeiten zu bekommen. Froh, dass ich hier bin", sagt der junge Mann, der im Vorbereitungsspiel beim Regionalligisten VfB Auerbach drei Treffer erzielt hatte. In der Liga wartet er noch auf einen Torerfolg - auf einen "Knotenlöser", wie Toni Wachsmuth es bezeichnet. Allerdings arbeitet Elias Huth in dem auf Kompaktheit ausgerichteten Zwickauer System auch viel nach hinten. Schaden kann das nicht, wobei ein Zwickauer Treffer in der Nachspielzeit durchaus seinen Reiz hätte.

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