Etappenziel erreicht: Jedvaj köpft Leverkusen in die K.o.-Runde

Bayer Leverkusen hat dank eines Arbeitssiegs in der Europa League sein erstes Etappenziel erreicht. Die Werkself gewann das Spitzenspiel der Gruppe A gegen Spitzenreiter FC Zürich verdient mit 1:0 (0:0) und zog damit ebenso wie der Schweizer Pokalsieger vorzeitig in die K.o.-Runde ein.

In den ausstehenden beiden Spielen gegen Ludogorez Rasgrad und AEK Larnaka geht es für die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich aber noch darum, den Gruppensieg, der für die nächste Runde von Vorteil sein kann, erfolgreich zu verteidigen.

Tin Jedvaj sorgte nach genau einer Stunde mit seinem ersten Europa-League-Treffer dafür, dass die Werkself im Europacup überwintert und weiter von ihren zweiten internationalen Titel nach 1988 träumen darf. Das Hinspiel im Letzigrund hatte Bayer 14 Tage zuvor mit 2:3 verloren. Für Bayer, das in der Europa League zu Hause weiter ungeschlagen blieb, war es zudem eine gute Generalprobe für das Ligaduell der Europa-League-Starter am Sonntag bei RB Leipzig (15.30/Sky).

Herrlich hatte wie angekündigt seine Startelf gegenüber dem 1:4 gegen die TSG Hoffenheim stark verändert und gleich sechsmal rotiert. Verzichten musste Bayer auf den zuletzt starken Karim Bellarabi, der in Zürich beide Treffer erzielt hatte, und Abwehrchef Sven Bender, die jeweils wegen Oberschenkelblessuren für Leipzig geschont wurden. Auch der etatmäßige Kapitän Lars Bender sowie der in der Europa League bislang treffsichere Jungstar Kai Havertz saßen beim Anpfiff auf der Bank.

Neue Chancen erhielten der in dieser Saison noch nicht überzeugende Leon Bailey, Julian Baumgartlinger und Lucas Alario. Sein Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause gab zudem Charles Aranguiz im defensiven Mittelfeld.

Diese vielen Veränderungen taten dem Leverkusener Spiel zunächst nicht gut. Bis auf eine Halbchance von Bailey, einem ordentlichen Schuss von Dominik Kohr und einer guten Möglichkeit von Alario, der kurz vor der Pause an FC-Torwart Yanick Brecher scheiterte, sprang für Bayer gegen die keineswegs überzeugenden Gäste vor der Pause nichts heraus. Die nur 16.197 Zuschauer in der spärlich gefüllten BayArena wurden nicht gerade verwöhnt und erlebten über weite Strecken Langeweile pur.

Auch nach der Pause agierte Bayer zunächst viel zu statisch, sodass Zürich die Angriffe der Hausherren zumeist mühelos unterbinden konnte. Leverkusen war zwar optisch überlegen, agierte in der Offensive aber bis zur 60. Minute nicht zielstrebig genug. Dann fand Bayer aber doch noch eine Lücke in der FC-Abwehr. Nach einer Ecke von Brandt irrte Keeper Brecher durch seinen Strafraum und auch seine Vorderleute waren orientierungslos. Jedvaj nutzte diese Verwirrung zur verdienten Führung.

Nur eine Minute später verbuchten die Gäste ihre erste gute Chance durch Kevin Rüegg, die beinahe zum Ausgleich geführt hätte. Bayer hatte anschließend die Partie aber im Griff und ließ nichts mehr anbrennen.

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