Fußballtraining im tiefen Schnee: Südkoreas Jang fliegt als Betrüger auf

Der südkoreanische Fußball-Nationalspieler Jang Hyun-Soo hat zugegeben, bei der Auflistung seiner obligatorischen gemeinnützigen Arbeitsstunden erheblich geschummelt zu haben. Der 27 Jahre alte Verteidiger, Mitglied der südkoreanischen Mannschaft beim folgenschweren 2:0 gegen Deutschland in der WM-Vorrunde in Kasan, hatte angegeben, im Dezember 2017 fast 200 Stunden unentgeltlich mit Jugendlichen trainiert zu haben.

Untersuchungen der zuständigen Behörden ergaben allerdings, dass an den von Jang angegebenen Tagen ein Training unter freiem Himmel wegen schwerer Schneefälle unmöglich war. "Ich bereue zutiefst, was ich getan habe", wird Jang in einem Statement des koreanischen Fußball-Verbandes KFA zitiert. Er werde seine Arbeitsstunden pflichtgemäß nachholen. Für die beiden Länderspiele der Koreaner im November gegen Australien und Usbekistan sagte Jang ab, um seinen Dienst an der Gemeinschaft leisten zu können.

In Südkorea besteht für jeden Mann zwischen 18 und 28 Jahren eine 21-monatige Wehrpflicht. Eine Ausnahmeregelung gilt für Olympiasieger und Goldmedaillengewinner bei den Asienspielen, die einen Grundwehrdienst von 60 Tagen und 544 Stunden sportbezogener gemeinnütziger Arbeit leisten müssen. Jang hatte mit der südkoreanischen Nationalmannschaft 2014 das Turnier bei den Asienspielen gewonnen.

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