UEFA führt 2021 wieder dritten Europacup-Wettbewerb ein

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) plant, ab 2021 wieder drei europäische Klub-Wettbewerbe auszutragen. Das berichtete die Sport Bild und berief sich auf Informationen am Rande der Champions-League-Auslosung in Monaco. Der Wettbewerb soll unterhalb der Champions League und Europa League angesiedelt werden. Der Europapokal der Pokalsieger als dritter Klub-Wettbewerb fand von 1960 bis 1999 statt. Letzter Sieger war Lazio Rom.

"Das sind reine Gedankenspiele die davon geprägt sind, den kleineren Verbänden Respekt zu zeigen", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel, Mitglied im Exekutivkomitee der UEFA: "Es gibt den Wunsch, auch der kleineren und mittleren Verbände, dass ihre Vereine auf europäischer Ebene sich noch mehr präsentieren können. Darüber denken wir nach." Es mache demnach "keinen Sinn, die Europa League weiter aufzustocken. Deswegen ist die Frage, ob man vielleicht zu einer neuen Form kommt", ergänzte Grindel.

Nach Informationen der Sport Bild verfolgen die Klub-Kommission der UEFA und die europäische Klub-Vereinigung ECA folgende Reformpläne: Die Champions League soll wie bisher mit 32 Klubs gespielt. Die Europa League soll von 48 auf 32 Vereine reduziert werden. Darunter soll ein dritter Europacup-Wettbewerb, für den noch ein Name gesucht wird, mit weiteren 32 Teilnehmern eingeführt werden.

Durch die Reduzierung der Teilnehmerzahl in der Europa League soll die Attraktivität des Wettbewerbs, der deutlich im Schatten der Königsklasse steht, gesteigert werden. Dies soll einhergehen mit einer besseren Vermarktung in TV und durch Sponsoren sowie höherem Zuschauer-Interesse.

Außerdem soll die Anzahl der Klubs aus kleineren Fußball-Nationen, etwa aus Skandinavien oder Osteuropa, der Zugang zum Europacup ermöglicht werden, ohne die Europa League - wie zunächst vorgeschlagen - auf 64 Teams aufstocken zu müssen. Die Vermarktung des neuen Wettbewerbs könnte vor allem über Internet-Plattformen stattfinden.

Der nächste Europacup-Zyklus der UEFA läuft von 2021 bis 2024.

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