Erzgebirger treten voller Selbstbewusstsein weite Reise an

Die Handballer des EHV sind morgen Abend bei der HSG Nordhorn-Lingen gefordert. In der Tabelle der 2. Bundesliga liegen zwischen den Emsländern und den Auern vor diesem Spieltag nur zwei Plätze.

Lingen.

Erfolge steigern das Selbstbewusstsein ungemein. Daher können die Zweitliga-Handballer des EHV Aue morgen früh mit breiter Brust die Reise nach Lingen antreten, wo sie 17 Uhr in der Emsland-Arena auf die HSG Nordhorn-Lingen treffen. Fast 600 Kilometer legen die Erzgebirger auf dem Weg zu diesem Spiel zurück. Aufs Übernachten wurde verzichtet, aber auf der Fahrt sind viele Pausen eingeplant.

"Natürlich wollen wir an unserer Serie arbeiten und von dieser Reise etwas mitbringen", sagt Aues Trainer Stephan Swat. In der Tabelle liegen die HSG und der EHV deutlich weniger weit auseinander als auf der Landkarte. Gerade einmal zwei Plätze sind es vor diesem 17. Spieltag. "Wer hätte das vor der Saison gedacht", sagt Swat und fügt hinzu: "Ich bin schon glücklich, dass es zwischen uns so knapp zugeht." Trotzdem sieht er die Emsländer in der Favoritenrolle. "Nordhorn-Lingen verfügt über eine unglaublich starke Mannschaft, vor allem in Heimspielen." Vor Beginn dieser Meisterschaft habe sich die HSG noch einmal verstärkt. "Momentan gibt es allerdings auch ein paar personelle Probleme durch angeschlagene Spieler. Doch mit ihrem breiten Kader können sie das sehr gut kompensieren", erklärt der EHV-Trainer. Zwar hat Nordhorn-Lingen am vergangenen Sonnabend 28:31 beim TuS N-Lübbecke verloren, doch zuvor war die HSG sechs Spiele ungeschlagen, feierte in dieser Phase sogar fünf Siege.

Aber die bisherige Saisonbilanz der Auer kann sich ja ebenfalls sehen lassen. Erst im jüngsten Heimauftritt gegen Rimpar, den die Erz-gebirger 33:27 gewannen, zeigten sie einmal mehr, zu welchen Leistungen sie in dieser Meisterschaft fähig sind. Allen voran die Keeper. So war gegen die Unterfranken Radek Musil ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor. Zuvor agierte Erik Töpfer glänzend. "So ist das bei unseren Torhütern oft: Wenn sie einen guten Tag haben, dann nageln sie den Kasten förmlich zu", sagt Swat. Wer allerdings jeweils einen starken Tag hat, das lasse sich schwer voraussagen. "Solche Dinge entwickeln sich immer im Spiel", erklärt der Coach. "Mit der Zeit und über das Training kristallisiert sich jedoch immer heraus, wer anfängt." In den vergangenen Begegnungen sei das stets Töpfer gewesen. Musil stieg auch vorigen Sonnabend erst nach dem Seitenwechsel ein. Vilius Rasimas musste noch pausieren. Er hatte sich am Doppelspieltag Anfang November einen Muskelfaserriss zugezogen. "Vilius wird gegen Nordhorn-Lingen wieder mit dabei sein", so Swat, der unter der Woche wohldosiert trainieren ließ. "Am Mittwoch beispielsweise hatten wir am Vormittag ein Mannschaftstraining, eine Krafteinheit. Am Nachmittag war jeder individuell für die Pflege seines Körpers zuständig. Auch der Montag stand im Zeichen der Regeneration."

Morgen ist Swat zunächst erst einmal gespannt darauf, wer von den Gastgebern alles spielen kann. "Und dann schauen wir, dass wir Lösungen finden."

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