Fremde Bahn wird zur zweiten Heimat

Zwangsläufig mussten die Kegler der SG Krumhermersdorf vor zehn Jahren nach Eppendorf ausweichen. Inzwischen fühlen sie sich dort pudelwohl.

Krumhermersdorf.

Ihren Saisonstart in der 2. Verbandsliga hatten sich die Krumhermersdorfer Kegler anders vorgestellt. "Keine Chance" hatte das Team laut Nico Brödner beim TuS Großschirma. Der kommenden Aufgabe gegen die SG Lückersdorf-Gelenau blickt der Mannschaftsleiter, der zugleich Leistungsträger ist, dennoch optimistisch entgegen. Zum einen habe es sich bei Großschirma um einen Favoriten der Staffel 2 gehandelt. Andererseits dürfen die Krumhermersdorfer nun auf ihrer Heimbahn ran. Obwohl sich diese gar nicht daheim, sondern in Eppendorf befindet, soll die Anlage dem Team auch am Samstag ab 13 Uhr Glück bringen.

"Wir kennen alles in- und auswendig", sagt Brödner über die Vier-Bahn-Anlage, auf die sein Team vor gut zehn Jahren notgedrungen umziehen musste. Durch den Aufstieg in die Bezirksliga reichten die zwei Bahnen in Krumhermersdorf nicht mehr aus - die doppelte Anzahl war nötig. Anfangs habe es sich durchaus noch etwas eigenartig angefühlt, die Heimspiele auf einer anderen Bahn zu bestreiten. Doch fremd ist die Eppendorfer Anlage den Krumhermersdorfern längst nicht mehr. Für sie ist es die zweite Heimat geworden, in der sie einen weiteren Aufstieg feiern durften. Inzwischen bestreiten sie ihre sechste Saison in der 2. Verbandsliga.

Im Vorjahr stellte Rang 7 ein eher durchwachsenes Ergebnis dar. "Wir hatten einen guten Start, haben aber in der Rückrunde viel liegen lassen", sagt Brödner. Nun will der 34-Jährige mit seinem Team wieder an die beiden Jahre anknüpfen, in denen es in der Tabelle zum Bronzerang reichte. Dabei helfen könnte Ronny Richter, der aus der zweiten Mannschaft näher an die erste herangeführt wird. Der Sprung für ihn sollte nicht allzu groß, denn die Krumhermersdorfer Reserve hat den Bezirksliga-Aufstieg geschafft und spielt daher nun ebenfalls in Eppendorf. Auch Richter dürfte sich daher in Eppendorf fast schon heimisch fühlen.

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