Gelenauer "Klettertour" in Potsdam fortgesetzt

Ringen, Regionalliga: RSK feiert vierten Sieg im fünften Rückrundenkampf

Potsdam.

Als die Ringer des RSK Gelenau zur Saisonhalbzeit mit nur einem Sieg am Tabellenende der Regionalliga Mitteldeutschland rangierten, klang die Ankündigung einer besseren Rückrunde nach einer notdürftigen Durchhalteparole. Nun erweist sich die Ansage von Trainer Björn Lehnert als nachhaltige Prognose, denn mit dem 16:12 beim RC Germania Potsdam haben die Erzgebirger den vierten Sieg im fünften Rückrundenkampf gefeiert. "Taktisch ist unser Konzept voll aufgegangen", sagt Lehnert, der sich im höheren Gewichtsbereich einen Kniff hatte einfallen lassen.

Mit nur 82 Kilogramm rückte Fabian Jänicke ins zweithöchste Limit (98 kg). Weil er es dort auch noch mit dem bundesliga-erfahrenen Andreas Aurich zu tun bekam, war das ein gewagter Schachzug der Gelenauer. Doch er ging auf. "Fabian hat über die gesamten sechs Minuten dominiert", berichtet Lehnert. Gewichtsnachteile machte sein Schützling mit seiner Dynamik wett. So gelang Jänicke eine Rolle. Zudem wirkte er stets aktiver, sodass sein Kontrahent mehrfach vom Referee bestraft wurde. Mit diesem 6:0-Sieg war schon nach vier Einzel-Duellen und einer 10:1-Führung der Gäste eine Vorentscheidung gefallen, denn auch andere Athleten des RSK erfüllten an diesem Abend in Potsdam die Erwartungen oder übertrafen sie sogar.

Schon der allererste Kampf war ein deutliches Signal. Als klarer Außenseiter ging Johnny Uhlig (57 kg) überraschend 8:0 in Führung und schnupperte sogar am Schultersieg. "Eine Minute lang hat er Tom Laerz in der Brücke gehalten", so Lehnert. Der Potsdamer konnte sich zwar befreien. Allerdings überzeugte Uhlig auch danach, indem er sich seinerseits mehrfach aus der gefährlichen Lage befreite. Trotz knapper 12:14-Niederlage brachte das Gelenauer Leichtgewicht sein Team mit einem spektakulären Kampf in eine hervorragende Ausgangsposition. Diese verbesserten Hassan Ismail (61 kg) und Kamil Wojciechowski (130 kg) mit ihren vorzeitigen Siegen ebenso wie Jänicke. Auch der für ihn ins Limit bis 80 Kilogramm gerutschte Erik Löser trumpfte bei seinem 7:2-Erfolg groß auf. Am Ende machte Tomas Sobecky (75 kg) per Schultersieg den Sack zu.

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