Grün-Weiße erleben blaues Wunder

Die Überraschungen in den Fußball-Kreisligen nehmen nicht ab. Diesmal hat es die bisher guten Mildenauer erwischt.

Neundorf.

Zweimal Platz 4 - für Mildenau im Osten und für Annaberg II im Westen - stehen in der Kreisliga für die Altkreisvertreter als beste Platzierungen zu Buche. Nach sieben Spieltagen waren andere dort erwartet worden.

Der TSV Mildenau hätte sogar an die Tabellenspitze springen können, kassierte jedoch in Neundorf ein heftiges 1:4 (1:2). "Eine komplett andere Einstellung meiner Jungs als im Derby. Sie waren von der ersten Minute an präsent und die gesamte Zeit spielbestimmend", lobte der Trainer des SpVgg, Mirko Schneider. "Mildenaus Führung haben wir postwendend ausgeglichen und die Chancen eiskalt ausgenutzt." Zum Derby mochte Mario Reim eigentlich gar nichts sagen. "Ich bin emotional noch aufgewühlt, weil wir das Spiel durch grobe individuelle Fehler einfach aus der Hand gegeben haben. Von Mannschaftsleistung reden wir gleich gar nicht, weil die nicht vorhanden war", ärgert sich Reim darüber, dass seine Grün-Weißen ein blaues Wunder erlebten. Seine Elf steht dennoch auf Rang 4, Neundorf ist auf Platz 9 geklettert, Zschopautal nach dem 1:2 in Zöblitz wieder hinter die Ortsnachbarn gerutscht. Der Tabellenletzte aus Königswalde hatte am Sonntag frei.

In der Weststaffel macht bislang Annabergs Reserve die beste Figur. Die frühe Führung durch Bruno Schubert (23.) brachten die Kreisstädter über die Zeit, liegen jetzt mit 12 Zählern vor dem SV Neudorf (9) und dem TSV Geyer (8). Diese beiden Mannschaften kamen am Wochenende nicht zu Siegen. Die Neudorfer unterlagen trotz Schmiedls Führung beim SV Affalter 1:3 (1:0). "Unser Vorhaben, ebenso kompakt in der zweiten Hälfte weiterzuspielen, konnten wir nicht umsetzen. Wir sind nicht gut aus der Halbzeit gekommen, waren nicht hundertprozentig da", kritisierte Co-Trainerin Alena Ficker. Lange Zeit mussten auch die Anhänger aus der Bingestadt warten, bevor Christian Rähm wenigstens noch den Ausgleich gegen Gornsdorf schaffte (84.). Mit nur 8 Punkten aus 7 Partien dürfen die Bingestädter nicht zufrieden sein. Vor allem die bislang 22 Gegentore sind einige zu viel. (mit urba)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...