HSV will Primus Paroli bieten

In der Handball-Sachsenliga erwarten die Zwönitzer den Spitzenreiter aus Görlitz. Die Gastgeber gehen optimistisch in die Partie.

Zwönitz.

Auf die Handball-Teams des Zwönitzer HSV warten am Wochenende attraktive Gegner. Sowohl die Männer in der Sachsenliga als auch die Frauen in der Verbandsliga haben Heimrecht. Durch eine nicht zu umgehende Spielverlegung finden die Spiele zwar nicht wie gewohnt nacheinander statt, da die Damen erst am Sonntag ran müssen, dennoch hoffen beide Teams auf zahlreiche Unterstützung wie zuletzt.

Die Herren (8. Platz/12:14 Punkte) empfangen zur gewohnten Zeit am Samstag, 16 Uhr den SV Koweg Görlitz (1./23:5) auf heimischen Parkett. Die Gäste haben sich bekanntlich in dieser Saison Großes auf die Fahne geschrieben: Sie wollen Sachsenmeister werden und damit den Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga erreichen. Wenngleich man mit bislang mit fünf Minuspunkten aus der Hinrunde nicht ungeschoren davonkam, gelang es den Ostsachsen, am vergangenen Wochenende mit dem Sieg gegen Aue die Tabellenführung zu übernehmen. Damit sind die Kräfteverhältnisse für die Partie zwar definiert, dennoch gehen die Zwönitzer aus verschiedenen Gründen nicht chancenlos ins Spiel.

Zum einen verloren die Görlitzer beim LHV Hoyerswerda und gewannen auch nur hauchdünn bei der SG Leipzig III - beides Teams, gegen die die Zwönitzer punkten konnten. Und zum anderen verkaufte sich die HSV-Sieben im Hinspiel bis zur 40. Minute bei einer 15:12-Führung sehr gut, ehe ein Zeitstrafenfestival das Spiel kippen ließ. "Mit einer so tollen Unterstützung durch die Fans wie beim letzten Heimspiel ist aber vieles möglich", sagt Ralf Beckmann, erster Vorsitzender des HSV.

Die Frauen (9./9:19) empfangen in der Verbandsliga dagegen zur ungewohnten Zeit am Sonntag, 14 Uhr den HSV Marienberg II (8./13:13). Wie im letzten Spiel können die Zwönitzerinnen bis auf die Langzeitausfälle wieder auf ein fast komplettes Personal zurückgreifen. Auf dieser Basis gelang in der Vorwoche der ungefährdete Sieg gegen das Schlusslicht TSG Schkeuditz. Die Bergstädterinnen liegen nur eine Position vor Zwönitz auf Rang 8, haben zudem ein schlechteres Torverhältnis. Mit einem Sieg können die Gastgeberinnen bis auf zwei Zähler an Marienberg heranrutschen und auf der anderen Seite den Vorsprung zur gefährlichen Abstiegszone auf sechs Zähler erhöhen, was zusätzliche Motivation sein dürfte. Im Hinspiel agierte man mit den Marienbergerinnen auf Augenhöhe. Bis zehn Minuten vor Schluss betrug der Rückstand nur zwei Tore, verhindert werden konnte die Niederlage trotz einer guten Leistung nicht. Möglichkeiten für einen Erfolg bestehen also für die Zwönitzerinnen, vorausgesetzt es gelingt der Mannschaft, ihr Leistungsvermögen abzurufen.

Die Rolle der ersten Frauenmannschaft nimmt dafür die Reserve (6./15:13) in der 1. Bezirksklasse ein. Sie trifft vor den Männern am Samstag, 14 Uhr auf den BSC Motor Rochlitz (8./12:18). Im Hinspiel siegte die Sieben von Trainer Steven Szpetecki deutlich mit 30:13 an der Zwickauer Mulde, allerdings sind die Rochlitzerinnen nicht zu unterschätzen. Der Aufsteiger liegt nur drei Punkte hinter den Erzgebirgerinnen und hat sich nach schwachem Start stabilisiert.

Auch die Damen des SV Tanne Thalheim (10./9:17) treten in der Bezirksliga zuhause an. Dabei zählt für die Mannschaft von Ralph Kunze nur ein Sieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht TSV Penig (3:21). Da der vor den Thalheimerinnen platzierte HC Glauchau/Meerane II spielfrei hat, können die Tanne-Damen mit einem Sieg sogar vorbeiziehen und Kontakt zum unteren Mittelfeld der Tabelle herstellen. (mit bral)

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