Im Bann der Bälle

Die Ferienangebote des Kreissportbundes kommen sehr gut an. In Zschopau gibt es sogar einen Teilnehmer, der erst kurz zuvor in einem anderen Camp geschwitzt hat.

Zschopau.

Fußball ist für Sammy Joel Winkler klar die Nummer 1. Das betont der neunjährige Zschopauer, der inzwischen von der BSG Motor zum Chemnitzer FC gewechselt ist. Als Torhüter der himmelblauen U-10-Mannschaft absolvierte er in der ersten Hälfte der Winterferien ein Fußballcamp in Chemnitz. Von Bällen kann Sammy aber einfach nicht genug bekommen, weshalb er sich über das Ferienangebot des Kreissportbundes riesig freute. Dessen erstes Sportcamp, das in der Vorwoche 25 Kinder nach Gelenau gelockt hatte, verpasste der junge Zschopauer zwar. Dafür ist er in dieser Woche beim zweiten Camp in seiner Heimatstadt dabei.

Direkt hinter Fußball folgt in Sammys Beliebtheitsskala Basketball auf Rang 2. "Das fetzt auch richtig", so der Neunjährige. Er strahlte daher übers ganze Gesicht, als Fabian Göbel am Dienstagvormittag die großen orangefarbigen Bälle auspackte und die 20 Kinder im Alter von sieben bis zwölf in der Sporthalle des Zschopauer Berufsschulzentrums an die Körbe bat. "Es gibt zwar keinen Verein im Erzgebirge, der in einer Basketball-Liga vertreten ist, aber in der Schule wird es gespielt", erklärt der Sportjugendkoordinator, warum er die dank Michael Jordan und Dirk Nowitzki populär gewordene Sportart in sein Programm mit aufgenommen hatte.

Vielfältig und anspruchsvoll lautet das Motto. Und so waren am Montag Floorball und Leichtathletik an der Reihe. Neben Volleyball kam am Dienstag Basketball dazu. "Der Weg über das Brett ist immer einfacher, als den Ball direkt in den Korb zu werfen", erklärte Göbel den Kindern, die gerade an der Wurf-Station waren. Ein paar Meter weiter wurde das Passspiel sowie Dribbeln geübt. Diesen Mittwoch werden Frisbeescheiben geworfen, ehe nach dem Mittag eine Olympiade - bestehend aus mehreren Sportarten - den krönenden Abschluss darstellt.

Selbst Sammy Joel Winkler dürfte abends dann geschafft sein, zumal das Sportcamp, das der Kreissportbund zusammen mit dem Jugendclub "High Point" und dem Verein "Regionale Jugendarbeit" organisierte, noch mehr Herausforderungen zu bieten hatte. Bevor stets im Jugendclub übernachtet wurde, ging es am Dienstagabend zum Beispiel in die direkt nebenan gelegene Schwimmhalle. Außerdem schaute am Montagabend ein Trainer des Judoclubs Gornau vorbei, um einen Selbstverteidigungskurs zu geben.


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