In Unterzahl zum Unentschieden

Beim Heimauftritt in der Fußball-Landesliga hat es für den FC Lößnitz nur zu einem 0:0 gereicht. Dabei war eigentlich mehr drin.

Lößnitz.

Der Trainer des FC Lößnitz, René Klingbeil, hatte es als Ziel herausgegeben: Er wollte einen Dreier gegen den FSV Neusalza-Spremberg holen und damit in der Tabelle am Gegner vorbeiziehen. Doch die Rechnung ging nicht auf. Denn die Begegnung endete am Samstag in der Fußball-Landesliga mit einem torlosen Remis. Letztlich war Klingbeil damit aber zufrieden, schließlich spielte sein Team knapp eine halbe Stunde lang in Unterzahl.

Nach einer eher unspektakulären ersten Halbzeit, die von Taktik geprägt war, ging es für die Gastgeber rasant in die zweite Hälfte. Gleich dreimal zückte der Schiedsrichter die gelbe Karte. Cedric Graf erwischte es gleich doppelt - er musste damit den Platz vorzeitig verlassen. "Angesichts des Feldverweises können wir mit dem Punkt sehr gut leben", sagt der Trainer der Lößnitzer, die gern als Dritter der Landesliga die Saison beschließen würden. Klingbeil stellte aber auch fest, dass zwei oder drei seiner Spieler am Samstagnachmittag bei kalten Temperaturen nicht an die Leistungen, die man von ihnen erwartet und gewöhnt ist, herangekommen sind. So mangelte es der Begegnung vor allem an Torchancen - auf beiden Seiten.

Die Gastgeber hätten allerdings in den Schlussminuten noch den "Lucky Punch" setzen können. Martin Sprunk bediente in dieser Situation Philipp Hauck, doch dieser konnte die hochkarätige Möglichkeit nicht in ein Tor verwandeln. "Dabei hätte er sich die Ecke aussuchen können. Doch der gegnerische Torwart hat gut reagiert und super gehalten", so Klingbeil. Diese Situation war aber nur einer der Höhepunkte der zweiten Halbzeit. Die Lößnitzer hatten über weite Strecken mehr vom Spiel und ließen die Spremberger kaum zur Entfaltung kommen, brachten sie immer wieder in Bedrängnis. "Wir haben mit zehn Leuten besser gespielt als zuvor mit voller Kapelle. Das ist ja erstaunlicherweise manchmal so" sagte der Coach. "Die Jungs haben sich dann wirklich voll reingeschmissen." Insofern standen die zweiten 45 Minuten ganz im Gegensatz zur ersten Halbzeit. Da war es mehr ein taktisches Spiel, das mehr nach Rasenschach aussah. Vielleicht sei dies auch der Grund für den Platzverweis gewesen. "Ich hatte in der Pause gesagt, dass wir schon mal ein bisschen mehr hingehen müssen. Ceddi hat das wohl zu wörtlich genommen", so Klingbeil. Es sein kein Weltuntergang. Sein Stürmer werde daraus lernen.

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