Kleine Serie reißt gegen bärenstarke Brandenburger

Beide Trainer haben falsch gelegen. Doch dies war nicht der Grund dafür, dass es nach drei Siegen für den RSK Gelenau am Samstag mal nicht klappte.

Gelenau.

Was die Zuschauer nicht sahen, war an Björn Lehnerts Mimik schon nach dem ersten Kampf abzulesen: Es würde wohl nichts werden mit dem vierten Sieg in Folge in der Mitteldeutschen Regionalliga der Ringer. Denn im Kampf zwischen Rafar und Noorollah Ahmadi, im Übrigen nicht verwandt miteinander, gab es statt des erhofften Sieges eine klare Niederlage für den RSK Gelenau. Es war der Auftakt eines Abends, an dem trotz der vier Erfolge für die Gastgeber wenig zusammenlief. 19:13 hieß es am Ende für die Oderstädter aus Frankfurt, die dadurch an den Gelenauern in der Tabelle vorbeigezogen sind.

Sowohl Björn Lehnert für den RSK als auch Marc Wentzke für die KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt hatten einen knappen Sieg für die Gastgeber prognostiziert, nachdem die Sportler über die Waage gegangen waren. Eingerechnet hatten sie, dass die beiden ersten Duelle von den Einheimischen gewonnen würden. Doch nachdem im leichtesten Limit bereits die Punkte auf die andere Seite gingen, kam es im schwersten für den RSK noch schlimmer. Zwar hatte Trainer Lehnert in der taktischen Aufstellung das Pokern gewonnen und schien fürs Risiko belohnt zu werden, doch es kam anders. Denn Freistil-Ass Kamil Wojchiechowski tappte gegen den Griechisch-römisch-Spezialisten Daniel Geist in einen Kopfhüftwurf-Abbrecher, konnte sich aus dieser Fassart nicht mehr befreien und landete gegen den fast 25 Kilogramm schwereren Frankfurter auf den Schultern. Statt einer knappen Führung hieß es nach zwei Vergleichen 0:7 aus Sicht des RSK - eine Hypothek, die nicht mehr wettzumachen war.

Großartige Kämpfe bekamen die knapp 300 Zuschauer dennoch am Samstagabend zu sehen. "Es kann ja nicht immer alles funktionieren. Aber als Mannschaft stehen wir so gut wie lange nicht mehr da", betonte trotz des Dämpfers Kapitän Daniel Franke. Der deutsche Veteranen- hatte zuvor gegen den deutschen Jugendmeister mit all seiner Routine einen 10:0-Punktsieg erreicht und versucht, die Wende einzuleiten. Diese nahm sogar Formen an, denn vor den letzten vier Kämpfen stand es 11:11, da Hassan Ismail durch Beinangriffe und Spindeln sowie der kampflose Lucas Kästel zwischenzeitlich hatten ausgleichen können. Als dann Fabian Jänicke gegen seinen Freund ein 5:1 nachlegte, machte sich noch einmal Hoffnung im Gelenauer Lager breit. "Ich trainiere jeden Tag mit Marc Wentzke, wir kennen uns bestens. Da passiert nichts Überraschendes", sagte Jänicke fast entschuldigend nach einem recht abtastenden Duell. Doch den Gelenauern gelang es danach nicht, sich wie in den Punktkämpfen zuvor in einen Rausch zu ringen. Weder Rico Richter noch Tillmann Germar und auch nicht Tomas Sobecky schafften es, weitere Zähler aufs Konto des RSK zu bringen.

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