Lange Fahrt in den Norden wird Lehrstunde

Ringen: Gelenauer können nichts Zählbares aus Lübtheen mitbringen

Gelenau.

Hinter den Ringern des RSK Gelenau liegt ein fast schon historisches Wochenende - leider in negativer Hinsicht. Weder die erste noch die zweite Mannschaft konnte einen einzigen Punkt erkämpfen. In den Annalen muss man nach so einer Bilanz sicherlich lange suchen. Eigentlich standen ja auch acht Zähler zu Buche, weil die Reserve beim Landesliga-Konkurrenten AC Werdau zwei Duelle für sich entschieden hatte. Ein Lapsus an der Waage sorgte jedoch dafür, dass das Duell mit 0:32 ähnlich ernüchternd ausging wie der Kampf der Zweitliga-Vertretung beim RV Lübtheen (0:36).

Wer meint, die Gelenauer hätten sich die 476 Kilometer lange Reise nach Mecklenburg-Vorpommern - allein die Hinfahrt - auch sparen können, der irrt allerdings. "Uns war von vornherein klar, dass wenig zu holen ist", betont Trainer Björn Lehnert. Das Fehlen der polnischen Leistungsträger, die in der Heimat um die nationalen Meistertitel kämpften, war nicht zu kompensieren. Außerdem sollen in dieser Saison in der 2. Bundesliga Nord generell die Eigengewächse des RSK ihre Chancen bekommen. "Wir wollen die Talente an die erste Mannschaft heranführen", so Lehnert. Und so wurde der Kampf beim Titelkandidaten in Lübtheen zu einer Lehrstunde für die meisten RSK-Athleten. "Etwas Pech hatten wir auch noch", merkt der Coach an. Schließlich war Kapitän Daniel Franke angeschlagen auf die Matte gegangen. "Sonst wäre für ihn sicher mehr drin gewesen", sagt Lehnert. Nur Stefan Saul (66 kg/1:3) und Kevin Mehlhorn (86 kg/0:9) boten Paroli, verpassten allerdings den erhofften Ehrenpunkt.

Lehnert selbst erfuhr davon nur per Telefon. Denn der Trainer hat bei der zweiten Mannschaft in Werdau ausgeholfen und dabei im Limit bis 61 Kilogramm einen Erfolg durch Technische Überlegenheit gefeiert. Dieser ging am Ende aber ebenso wenig in die Wertung ein wie der Schultersieg von Moritz Lehnert (54 kg). Grund: Bei Martin Stöckel (66 kg), der daheim bei der Kontrolle sein Gewichtslimit eingehalten hatte, zeigte die Werdauer Waage 200 Gramm zu viel. Und weil der RSK II schon ein anderes Limit nicht besetzt hatte, gingen alle Punkte an den AC Werdau. Wiedergutmachung lautet nun das Ziel am Samstag, wenn Zweitliga-Konkurrent Greiz nach Gelenau kommt. Dann kann der Trainer auch wieder auf zwei Leistungsträger bauen: Andrzej Sokalski als polnischer Meister und Kamil Wojciechowski konnten in der Heimat Selbstvertrauen tanken.

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