Mit großen Sorgen ins neue Jahr

Gleich zweimal genießen die Zschopauer Drittliga- Volleyballer am Wochenende Heimrecht. Trotz des Vorteils trübt die Personallage die Stimmung.

Zschopau.

Als Anfang Dezember das erste von fünf Heimspielen in Folge auf dem Programm stand, zeigte sich Andreas Richter angriffslustig. In eigener Halle sei für den VC Zschopau fast jeder Gegner der Dritten Liga Ost schlagbar, meinte der Trainer damals - und behielt zunächst Recht. Bei den 3:2-Siegen gegen Dresden und München spannten die Motorradstädter ihre Fans zwar auf die Folter, brachten sie am Ende aber stets zum Jubeln.

Von der entfachten Euphorie ist Mitte Januar nur noch wenig zu spüren. "Die Vorzeichen stehen alles andere als günstig", sagt Richter vor den nächsten beiden Heimspielen. Den am Samstag, 19 Uhr, anstehenden Vergleich mit den L.E. Volleys (3.) geht der Coach ebenso zurückhaltend an wie die Partie am Sonntag, 12 Uhr, gegen den TSV Deggendorf (6.). Statt zwei Siege zu fordern, sagt er nüchtern: "Wir wären froh, wenn dabei überhaupt ein paar Punkte für uns herumkommen."

Obwohl beide Kontrahenten vor dem VC (7.) liegen, ist nicht die Tabelle ausschlaggebend für die Einstellung des Trainers. Ihm bereitet die Personallage in den eigenen Reihen viel größere Sorgen. Die Hoffnung, dass der am Sprunggelenk verletzte Nils Kindel rechtzeitig für den Jahresauftakt fit wird, erfüllte sich nicht. Im Gegenteil: Mit Daniel Kloss knickte ein weiterer Leistungsträger um. "Auch er wird wohl länger fehlen, die genaue Diagnose steht noch aus", so Richter.

Da zudem Felix Müller und Johannes Micketeit aus privaten und beruflichen nicht trainieren konnten, war der VC in seinen Übungseinheiten arg dezimiert. Am größten ist die Personalnot auf der Mitte. "Mit Alexander Kunert und Florian Haase haben wir nur noch zwei etatmäßige Mittelblocker, und auch die plagen sich mit Kniebeschwerden herum", erklärt der Trainer, der daher auf Hilfe aus der zweiten Mannschaft baut. Der 1,92 Meter große Belmin Smailbegovic soll zumindest am Wochenende aushelfen.

Schwer wird die Aufgabe ohnehin, denn mit den L.E. Volleys wartet ein Staffelfavorit auf den VC. "Ihr Ziel ist der Wiederaufstieg. Da haben wir ein dickes Brett zu bohren", sagt Richter, der auch die Deggendorfer zu den stärkeren Teams der Liga zählt: "Sie sind nicht so stabil wie in den Vorjahren, aber ins Laufen gekommen." Mit den Fans im Rücken will Zschopau aber Paroli bieten. Für die Einstimmung sollen die Regionalliga-Damen sorgen, die sich ab 15 Uhr gegen den SV Lok Engelsdorf (9.) behaupten wollen.

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