Nicht nur Marienbergs Trainerin freut sich über ein schönes Debüt

Mit ihrem klaren Heimsieg gegen Mölkau haben die Handballerinnen des HSV 1956 viele Emotionen geweckt. So gab es nach dem Sachsenliga-Duell auf der Bank zwei strahlende Gesichter - und auch eins auf dem Spielfeld.

Marienberg.

Besser hätte das erste Heimspiel ihrer fünften Sachsenliga-Saison für die Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg kaum laufen können. Gegen den Verbandsliga-Vizemeister HSV Mölkau, der gerade ins Oberhaus des Freistaats aufgestiegen ist, feierten die Erzgebirgerinnen einen souveränen 38:23-Sieg. "Das war ein schönes Geburtstagsgeschenk für mich", freute sich hinterher Silke Heft. Die Teamleiterin des HSV fiebert nicht nur immer von der Bank mit und drückt ihrer mitspielenden Tochter Frenzi Heft die Daumen, sondern ist auch für die technische Besprechung mit den Schiedsrichtern zuständig.

Groß war die Freude zudem bei Lucie Hribova, die mit ihrem Heimdebüt sehr zufrieden war. "Insgesamt war es besser als zuletzt. Wir standen vor allem in der Abwehr besser. Damit kamen wir zu leichten Gegenstoßtoren", berichtet die neue HSV-Trainerin. Außerdem lobte sie das Tempo und die Zielstrebigkeit in den Angriffsaktionen ihres Teams: "So langsam werden meine Vorstellungen umgesetzt."

Ein erfolgreiches Debüt feierte ebenso Emma Bielawny. Erstmals kam die 16-Jährige in einem Sachsenliga-Punktspiel zum Einsatz. Und mit ihren Aktionen zeigte sie auf Anhieb, dass sie auf diesem hohen Niveau mithalten kann. Fünf Treffer steuerte die junge Spielerin zum Erfolg ihrer Mannschaft bei, die in der zwölften Minute bereits 10:2 führte. Erst nach dem 12:5 gab es eine kleine Torflaute aufseiten der Gastgeberinnen, sodass die sogenannten Haie aus Mölkau auf 13:9 herankommen konnten. In die Pause ging es aber wieder mit einem Acht-Tore-Vorsprung (17:9).

Nach dem Seitenwechsel zündeten die HSV-Damen den Turbo und zogen mit zumeist sehenswerten Treffern auf 26:11 davon (40.). Beim 31:15 war die Partie endgültig entschieden. Die beiden Torhüterinnen Nadine Werner und Laura Monse, die jeweils eine Halbzeit im Kasten standen, gaben ihrer Abwehr mit spektakulären Paraden Rückhalt. Spieldirigentin Kristin Tippmann-Wendrock koordinierte wie gewohnt die Abwehr und setzte vorn ihre Mitspielerinnen immer wieder gekonnt in Szene.

Durch den Sieg hat der HSV den Anschluss zum Mittelfeld der Liga hergestellt. Beim Tabellenfünften konnte angesichts des klaren Spielstandes etwas experimentiert werden. "Alle haben wieder längere Einsatzzeiten bekommen. Es war eine schöne Mannschaftsleistung, durch die die Mädels etwas Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben tanken konnten", bilanziert Lucie Hribova. Vor allem Vivian Dresel dürfte nach ihren elf Toren nun über genügend Mut verfügen.

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